Dresden. Während Menschen den Tolkewitzer Urnenhain als Ort der Stille aufsuchen, ist er für Eichhörnchen schlicht: Heimat. Alte Bäume, kaum Verkehr, wenig Katzen. Was für Trauernde Ruhe bedeutet, ist für die flinken Nager ideales Stadthabitat – und genau das macht den Urnenhain zum perfekten Schauplatz für eine ungewöhnliche Führung.
Am Freitag, dem 8. Mai, nimmt Jaqueline Gräfe vom Verein Hörnchenhausen e. V. Interessierte ab 17 Uhr mit auf eine Erkundungstour über das historische Gelände an der Wehlener Straße. Wer die Tiere bislang für selbstverständliche Stadtbewohner gehalten hat, dürfte überrascht sein: Die Lage der Eichhörnchen in Dresden ist alles andere als entspannt.
In einem einführenden Vortrag erklärt die Expertin zunächst Biologie und besondere Bedürfnisse der Tiere – und spricht offen über ihre aktuelle Gefährdungssituation. Danach geht es raus: Gemeinsam sucht die Gruppe die Eichhörnchen in ihrem natürlichen Habitat auf dem Friedhofsgelände. Gräfe gibt dabei praktische Tipps, wie auch Privatgärten zum Schutzraum werden können.