Dresden. Wer in den Nächten vom 8. zum 9. und vom 9. zum 10. Mai die Nossener Brücke in Dresden passieren will, steht vor gesperrten Schranken: Jeweils von 21 Uhr bis 4 Uhr ist der gesamte Brückenzug in beiden Richtungen dicht. Der Grund ist ernst - und die Reparatur längst überfällig.
Wie die Stadtverwaltung Dresden mitteilte, müssen Schweißnähte im Stahlüberbau erneuert werden, die von Rissen durchzogen sind. Betroffen seien vor allem jene Stellen unter der Fahrbahn, über die täglich schwere Lastwagen rollen - genau dort, wo das Material am stärksten beansprucht wird. Dauerhaftigkeit und Tragfähigkeit des Bauwerks seien dadurch stark beeinträchtigt.
Die Vollsperrung sei technisch zwingend: Während der Schweißarbeiten dürften keinerlei Verkehrslasten auf das Bauwerk einwirken. Eine Umleitung wird ausgeschildert.
Als Ursachen nennt die Verwaltung die damals übliche Bauweise des Stahlüberbaus sowie den stark gestiegenen Schwerverkehr der vergangenen Jahre. Den Auftrag erhielt die Firma Stahl- und Maschinenbau GRAF GmbH aus Weinböhla. Die Kosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro.