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Flammen-Falle am Leipziger Bahnhof: Wie ein kleiner Brand zur Gefahr für eine Riesen-Halle wurde

Ein spezialisiertes, ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (Löschroboter) auf Raupenketten steht im Vordergrund-links vor einem historischen Backsteingebäude des ehemaligen Leipziger Bahnhofs in Dresden. Das robuste, unbemannte Fahrzeug hat weiße Abdeckungen über seinen Werkzeugen und steht in
Großeinsatz an der Leipziger Straße: Ein Vegetationsbrand griff am Donnerstagvormittag auf eine rund 200 Meter lange Lagerhalle am ehemaligen Leipziger Bahnhof über. Etwa 35 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer und setzten zur Entrauchung des Gebäudes einen ferngesteuerten Löschroboter ein. Feuerwehr: Feuerwehr Dresden
Von: Cornelius de Haas
Ein paar Quadratmeter brennendes Gestrüpp – das hätte glimpflich ausgehen können. Doch am Mittwochvormittag fraß sich das Feuer am ehemaligen Leipziger Bahnhof rasend schnell weiter, und plötzlich war eine riesige Lagerhalle in Gefahr.

Dresden. Schon auf der Anfahrt sahen die Einsatzkräfte den schwarzen Rauch über der Leipziger Vorstadt aufsteigen. Was zunächst nach einem überschaubaren Vegetationsbrand aussah, entpuppte sich vor Ort als weit bedrohlichere Lage - und nach ersten Ermittlungen als vorsätzliche Tat.

Am Mittwoch gegen 10:32 Uhr brannte auf dem Gelände des ehemaligen Leipziger Bahnhofs an der Leipziger Straße ein etwa zehn mal zehn Meter großes Stück Grünfläche. Unbekannte hatten das Feuer nach bisherigem Ermittlungsstand dort gezielt gelegt. Die Flammen fraßen sich über ein Vordach in eine angrenzende Lagerhalle - rund 200 Meter lang, gefüllt mit Waren und Gegenständen. Beißender Rauch hatte sich bereits durch zwei Drittel des Gebäudes gefressen, als die ersten Trupps unter Atemschutz mit zwei Strahlrohren den Innen- und Außenangriff aufnahmen.

Um die Wasserversorgung zu sichern, riefen die Einsatzleiter zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug der Stadtteilfeuerwehr Klotzsche nach. Den verrauchten Halleninnenräumen rückte ein besonderes Gerät zu Leibe: das LUF 60 der Wache Striesen – ein ferngesteuerter Löschroboter auf Raupenantrieb, der bis zu 90.000 Kubikmeter Rauchgas pro Stunde aus Gebäuden drücken kann. Dank seines Einsatzes verbesserten sich Sicht und Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte rasch.

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Um den Mittag hatten rund 35 Feuerwehrleute das Feuer weitgehend unter Kontrolle gebracht. Eine weitere Ausbreitung innerhalb der Halle verhinderten sie. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Ermittlungen laufen - die Täter sind bislang unbekannt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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