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Eskalation am Hauptbahnhof: Bundespolizisten nach Attacke dienstunfähig

Eskalation am Hauptbahnhof: Bundespolizisten nach Attacke dienstunfähig
Symbolbild Polizei / pixabay Augustin-Foto_J_Augustin
Von: Cornelius de Haas

Am Mittwochnachmittag, dem 25. März 2026, eskalierte eine Fahrkartenkontrolle im Dresdner Hauptbahnhof in einem handfesten Angriff auf Bundespolizisten. Zwei Beamte sind seither dienstunfähig – der Täter läuft dagegen frei herum.

Gegen 13:40 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei im grenzüberschreitenden Railjet 382 einen 20-jährigen Mann mit deutsch-russischer Staatsangehörigkeit. Der Befund war eindeutig: kein gültiger Fahrschein, keine Ausweisdokumente. Die Beamten forderten ihn auf, den Zug am Dresdner Hauptbahnhof zu verlassen. Der 20-Jährige weigerte sich – und wurde dabei von Anfang an lautstark: Er beleidigte die Polizisten massiv, noch bevor die Situation körperlich eskalierte.

Als die Beamten versuchten, den Mann aus dem Waggon zu führen, schlug die Lage vollends um. Der 20-Jährige griff einem Beamten unvermittelt ins Gesicht und riss ihm die Brille vom Kopf. Die Brille landete im Gleisbereich – und zerbrach. Dann folgten gezielte Tritte in Richtung der Köpfe der Einsatzkräfte sowie Beißattacken. Erst nachdem weitere Bundespolizisten zur Verstärkung eintrafen, gelang es, den Angreifer zu fixieren und vorläufig festzunehmen. Bei dem Gerangel wurde auch eine dienstliche Bodycam beschädigt.

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Die beiden angegriffenen Beamten erlitten Verletzungen, die einen sofortigen Dienstabbruch erforderten. Beide sind dem Bericht der Bundespolizeiinspektion Dresden zufolge derzeit nicht einsatzfähig.

Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet – wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Erschleichens von Leistungen. Ursprünglich war für Donnerstag eine Vorführung vor den Haftrichter geplant. Dazu kam es nicht: Die Staatsanwaltschaft Dresden hob die Festnahme im Tagesverlauf auf. Der Mann wurde entlassen und ist seither wieder auf freiem Fuß.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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