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Dresden: Zwei verschlissene Weichen legen die Bautzner Straße lahm

Ein großes weißes Hinweisschild an einer Straße mit der Aufschrift „Bautzner Straße gesperrt ab 13.07.26“ und einer gezeichneten Umleitungsstrecke für die U75. Im Hintergrund stehen grüne Bäume und Wohngebäude unter einem bewölkten Himmel.
Frühzeitige Warnung: Schilder im Gebiet um die Bautzner Straße kündigen bereits seit vergangener Woche die Vollsperrung ab dem 13. Juli 2026 an. Wegen dringender Weichenarbeiten der DVB müssen Autofahrer und Fahrgäste der Linien 6, 8 und 11 mit Umleitungen planen. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Eine ganze Woche lang wird die Bautzner Straße zur Baustelle - Straßenbahnen fahren Umwege, Autofahrer Richtung Bühlau kommen ab Albertplatz nicht mehr durch. Wer sich dabei auf den DVB-Flyer verlässt, verpasst den Start: Das gedruckte Datum stimmt nicht mehr.

Dresden. Ob in der Straßenbahn oder hinterm Steuer: Über die Bautzner Straße kommt ab Montag niemand mehr wie gewohnt.

Ernst wird es von Montag, dem 13. Juli, 4:15 Uhr, bis Sonntag, dem 19. Juli, 20 Uhr: Dann verwandelt sich die Bautzner Straße zwischen Albertplatz und Hoyerswerdaer Straße in eine Baustelle. Der Grund steckt kurz vor der Kreuzung zur Rothenburger Straße im Boden, wo zwei Weichen nach Jahren im Dauerbetrieb verschlissen sind. Ihre Weichenzungen – jene beweglichen Schienenstücke, die die Bahn aufs richtige Gleis lenken - müssen raus. Für die Straßenbahnlinien 6, 8 und 11 heißt das: neue Route. Und Autofahrer Richtung Bühlau kommen ab dem Albertplatz gar nicht mehr durch.

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Achtung, der Flyer stimmt nicht: Baustart einen Tag später

Wer dieser Tage Post von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) im Kasten hatte oder einen der Info-Flyer aus Bus und Bahn mitnahm, sollte genau hinsehen. Dort ist von einer Bauzeit vom 12. bis 18. Juli die Rede - doch aus logistischen Gründen rutschte alles um genau einen Tag nach hinten. Es gilt: 13. bis 19. Juli. Die Änderung kam zu spät, um Anschreiben und Flyer noch zu korrigieren.

Linie 6, 8, 11 und die neue 41: Das ändert sich

Damit rund um den Albertplatz überhaupt etwas rollt, stellt die DVB den Fahrplan kräftig um - und schickt sogar eine zusätzliche Linie ins Rennen:

  • Linie 6 pendelt nur noch zwischen Bahnhof Neustadt und der Bautzner Straße / Rothenburger Straße und schlägt dabei einen Bogen über Großenhainer Straße, Fritz-Reuter-Straße, Bischofsweg und Alaunplatz.
  • Linie 8 und 11 werden zusammengelegt und tauschen am Albertplatz die Nummern: Wer aus Hellerau kommt, fährt als „8" bis zum Albertplatz und rollt von dort als „11" weiter über Bahnhof Neustadt und Hauptbahnhof nach Zschertnitz – und in die Gegenrichtung genauso.
  • Linie 41 ist neu und übernimmt den Ast Richtung Bühlau. Sie verbindet die Südvorstadt über Hauptbahnhof, Straßburger Platz, Fetscherplatz und Sachsenallee mit der Bautzner Straße und fährt weiter bis Bühlau. Weil dafür nur 30 Meter kurze Wagen bereitstehen, kommt die „41" trotz Ferienfahrplan alle zehn Minuten.

Auch abends hilft die „41" aus: Von Bühlau geht es bis zum Straßburger Platz, wo Umsteiger die Linien 2 oder 9 zum Postplatz erreichen. Wer von dort nach Pillnitz will, nimmt Bus 62 bis Bühlau und steigt in die Zusatzlinie 963 um.

Sperrung für Autofahrer: Umleitung Richtung Bühlau

Auch am Steuer wird es eng. Stadteinwärts, von Bühlau kommend, kommt man an der Baustelle vorbei – dafür wird ein Stück Radweg kurzerhand zur Behelfsfahrbahn, Radler weichen auf die kleine Bautzner Straße aus. In die Gegenrichtung ist ab Albertplatz Schluss: Wer nach Bühlau will, muss über Königsbrücker Straße und Stauffenbergallee ausweichen. Die Glacisstraße taugt wegen ihrer engen Zufahrt nicht als Schleichweg und endet am Nordende in einer Sackgasse. Radfahrer dürfen durchgängig auf den Gehweg.

Warum jetzt? Die Vorbereitung auf die Königsbrücker Straße

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die DVB nutzen die Sommerferien, bevor im Herbst der große Umbau der Königsbrücker Straße beginnt. Dann soll die Bautzner Straße über Monate als leistungsfähige Umleitungsstrecke für die Straßenbahn einspringen - dafür muss das Gleis fit sein. Die vier neuen Weichenzungen fertigten die DVB in ihrer eigenen Gleisbauwerkstatt in Reick vor; vor Ort erneuern die Monteure zudem eine elektrische Stellvorrichtung, die Weichenheizungen und die Entwässerung. Zum Schluss kommt eine frische Asphaltdecke. Kostenpunkt: rund 200.000 Euro aus dem laufenden Instandhaltungsbudget.

Bis zum 19. Juli heißt es also: vor der Fahrt den Fahrplan checken - und dem Flyer im Zweifel nicht blind vertrauen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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