Dresden: Bundespolizei bringt zwei gesuchte Frauen ins Gefängnis
Dresden. Die Bundespolizei hat in der Nacht zum Mittwoch zwei gesuchte Frauen am Dresdner Hauptbahnhof festgenommen. Da beide ihre offenen Geldstrafen nicht bezahlen konnten, sitzen sie nun in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz. Ein Begleiter entging dem Gefängnis im letzten Moment.
Einreise aus Prag endet in der Zelle
Beamte der Bundespolizei kontrollierten am Dienstag gegen 23:55 Uhr eine 34-jährige Tschechin und ihren 31-jährigen Begleiter. Das Duo war kurz zuvor mit dem Railjet aus Prag im Hauptbahnhof angekommen. Ein Abgleich der Personalien ergab, dass das Amtsgericht Chemnitz die Frau wegen Diebstahls per Vollstreckungshaftbefehl suchte.
Um die Haft abzuwenden, hätte die 34-Jährige eine Geldstrafe inklusive Verfahrenskosten in Höhe von 2.449,35 Euro zahlen müssen. Da sie die Summe nicht aufbringen konnte, brachten die Polizisten sie in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz. Dort verbüßt sie nun eine 80-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.
Ihr 31-jähriger Begleiter hatte mehr Glück. Gegen den Mann lag ebenfalls ein Haftbefehl des Amtsgerichts Chemnitz wegen Hausfriedensbruchs aus dem Jahr 2023 vor. Er konnte die geforderte Strafe von 881 Euro direkt vor Ort begleichen und durfte seinen Weg fortsetzen.
Haftbefehl wegen Subventionsbetrugs in den Frühstunden
Wenige Stunden später griffen die Einsatzkräfte erneut zu. Gegen 3:30 Uhr überprüften Bundespolizisten eine 41-jährige Bulgarin im Bahnhofsgebäude. Die Staatsanwaltschaft Berlin suchte die Frau wegen Subventionsbetrugs per Haftbefehl.
Auch in diesem Fall stand eine Ersatzfreiheitsstrafe im Raum, da die Bulgarin die geforderte Summe von 1.935,05 Euro nicht aufbringen konnte. Zudem lag gegen sie eine Ausschreibung der Berliner Staatsanwaltschaft zur Vermögensabschöpfung über 9.000 Euro vor. Die Beamten überstellten die 41-Jährige ebenfalls in das Frauengefängnis nach Chemnitz, wo sie eine 60-tägige Strafe absitzt.