Spezialwerkzeug im Intimbereich: Feuerwehr befreit Mann in Klotzsche
Dresden. Einsatzkräfte der Dresdner Feuerwehr und des Rettungsdienstes haben am Dienstagmittag einen 52-jährigen Mann in Klotzsche aus einer schmerzhaften Lage befreit. Der Mann hatte sich einen etwa 1,5 Zentimeter dicken Edelstahlring im Intimbereich angelegt, den er nicht mehr eigenständig entfernen konnte. Mit feinem Spezialwerkzeug gelang der Rettungseinsatz ohne Verletzungen.
Der Vorfall begann bereits am Abend des 31. August. Als eigene Versuche scheiterten, wählte der Betroffene am Folgetag gegen 12 Uhr den Notruf. Zwei Rettungskräfte der Wache Neustadt und sechs Feuerwehrleute der Feuer- und Rettungswache Albertstadt rückten daraufhin nach Klotzsche aus.
Nach der ersten Untersuchung vor Ort entschieden sich die Helfer für den Einsatz eines elektrischen Trennschleifers für Feinarbeiten. Sie durchtrennten den massiven Metallring an zwei Stellen. Um Brandwunden durch die Reibungshitze des Werkzeugs zu verhindern, kühlten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich während des gesamten Vorgangs pausenlos mit Wasser. Der Mann überstand den Eingriff unverletzt und benötigte nach einer abschließenden Kontrolle keine weitere medizinische Versorgung.
Spezialwerkzeug für Einsätze auf engem Raum
Für Notfälle dieser Art hält die Feuerwehr Dresden auf der Wache Albertstadt besondere Werkzeuge bereit. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn schweres hydraulisches Gerät wegen der Verletzungsgefahr oder der räumlichen Enge ungeeignet ist.
Feuerwehrsprecher Michael Klahre ordnet den Einsatz ein: „Nicht jede technische Rettung lässt sich mit großem Gerät lösen. Gerade bei solchen Einsatzlagen kommt es darauf an, sehr präzise und möglichst schonend zu arbeiten. Die dafür vorgehaltenen Spezialwerkzeuge ermöglichen unseren Einsatzkräften, auch auf engstem Raum sicher Hilfe zu leisten.“
Das Befreien von Personen aus verklemmten Maschinen oder das Aufschneiden festsitzender Fingerringe gehöre mittlerweile zum wiederkehrenden Repertoire der Dresdner Feuerwehr.