Überschwemmte Keller. Überforderte Kanäle. Straßen als Flüsse. Starkregen trifft Städte ohne Vorwarnung – und hinterlässt 2024 bundesweit einen Schaden von 2,6 Milliarden Euro.
Dresden geht jetzt einen neuen Weg.
Die Landeshauptstadt Dresden und die TU Dresden haben gemeinsam einen digitalen 3D-Zwilling entwickelt, der Starkregen-Szenarien simuliert, bevor sie zur Katastrophe werden. Der Prototyp ist ab sofort öffentlich zugänglich – und er macht abstrakte Gefahr greifbar.
Was der Zwilling kann
Der digitale Starkregenzwilling ist ein detailgetreues, dreidimensionales Modell der gesamten Stadt Dresden. Er simuliert, was passiert, wenn 30 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde fallen:
🌧️ Schäden an Wohngebäuden werden räumlich sichtbar gemacht
📊 Echtzeit-Messdaten zu Niederschlag, Wasserständen und Temperatur fließen ein
🗺️ Szenarien für die Stadtplanung entstehen aus der Verknüpfung all dieser Daten
„Komplexe Stadtdaten in einer Plattform zu bündeln und für die Starkregenvorsorge nutzbar zu machen, ist eine spannende Herausforderung", sagt Entwickler Lars Backhaus vom Institut für Wasserbau der TU Dresden. „Wir integrieren vormals abstrakte Informationen in ein leistungsfähiges Werkzeug, das Verwaltung und Bürgern eine klare Orientierung bietet."