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Chemikalienunfall in Dresdner Hochschullabor – Feuerwehr im Großeinsatz

Chemikalienunfall in Dresdner Hochschullabor – Feuerwehr im Großeinsatz
Vor dem Hochschulgebäude wird ein Dekontaminationsplatz aufgebaut. Foto: Feuerwehr Dresden
Von: Cornelius de Haas

Nach einer Explosion in einem Hochschullabor der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) am Friedrich-List-Platz war die Dresdner Feuerwehr am Freitagmorgen mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort. Die Explosion ereignete sich bereits in der Nacht zum 27. März im ersten Untergeschoss des Gebäudes. Dabei wurden ein Schrank sowie mehrere Behälter mit Chemikalien – vorrangig Säuren – beschädigt. Die ausgetretenen Stoffe reagierten miteinander und machten den Einsatz der ABC-Gefahrenabwehr erforderlich.

Zwei Mitarbeiter entdeckten den Schaden gegen 8:59 Uhr bei Arbeitsbeginn und alarmierten die Rettungskräfte. Beide wurden vor Ort medizinisch untersucht, eine Krankenhausbehandlung war nicht erforderlich. 

Wie Tag24 unter Berufung auf HTW-Sprecherin Constanze Elgleb berichtet, handelt es sich bei dem betroffenen Labor im Keller des Hauptgebäudes um ein Werkstofflabor, dass in der Regel von Maschinenbau-Studenten genutzt wird.

Spezialkräfte in schweren Chemikalienschutzanzügen der Wachen Altstadt und Übigau untersuchen den betroffenen Raum, um die Substanzen zu identifizieren. Anschließend sollen die beschädigten Behälter in geeignete Umverpackungen überführt werden. Auf dem Friedrich-List-Platz haben die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz eingerichtet, den jedes Team nach dem Einsatz im Gefahrenbereich durchlaufen muss.

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Für Anwohner und Studierende besteht laut Einsatzleitung keine Gefahr. Der betroffene Raum ist isoliert und abgesperrt, der Lehrbetrieb im restlichen Gebäude läuft uneingeschränkt weiter. Die Ursache der Explosion ist noch unklar – die Polizei wird nach Abschluss der Maßnahmen ermitteln.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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