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Anders als sonst: Warum Dresdens Sirenen am 10. September anders klingen

Eine Pilzsirene aus Metall ist auf dem braunen Ziegeldach eines Gebäudes montiert. Die alte Warnsirene hebt sich scharf von einem klaren, strahlend blauen Himmel ab.
Testalarm am bundesweiten Warntag: Am 10. September heulen auch in Dresden die Sirenen. Um 11 Uhr ertönt ein einminütiger Warn-Heulton, um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Stadtweit testen 210 Anlagen den Ernstfall. Symbolbild: pixabay/OtoZapletal
Von: Dresden News
Um Punkt 11 Uhr wird es laut im Stadtgebiet. Doch statt des gewohnten 12-Sekunden-Testsignals schaltet die Leitstelle diesmal den echten Notfall-Heulton scharf. Das steckt dahinter.

Dresden. Am Donnerstag, 10. September, beteiligt sich Dresden am bundesweiten Warntag. Um 11 Uhr wird die Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr, es handelt sich um einen Test, besondere Maßnahmen sind nicht nötig.

Ein Detail unterscheidet diesen Termin von den vierteljährlichen Probealarmen. Statt des kurzen, zwölf Sekunden langen Testsignals ertönt das für eine echte Gefahrenlage vorgesehene Warnsignal: ein einminütiger Heulton aus sechs Tönen von je fünf Sekunden, mit jeweils fünf Sekunden Pause. Die Entwarnung um 11.45 Uhr ist ein einminütiger Dauerton.

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So läuft die Warnung am 10. September ab

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe versendet die Probewarnung über das Modulare Warnsystem MoWaS. Von dort läuft sie an Rundfunk und Fernsehen, an Warn-Apps wie NINA und über Cell Broadcast direkt an Mobiltelefone im Empfangsbereich. Parallel löst die Integrierte Regionalleitstelle Dresden die 210 elektronischen Sirenen im Stadtgebiet aus. Diese können Töne und Sprachdurchsagen ausgeben und laufen bei Stromausfall bis zu 48 Stunden über Akkus.

Warum die Sprachdurchsage oft schwer zu verstehen ist

Wer eine Sirene hört, sollte sich über weitere Kanäle informieren, etwa über NINA, Radio, Fernsehen oder die Social-Media-Kanäle der Stadt und der Feuerwehr. Die Sirene soll vor allem schnell Aufmerksamkeit erzeugen, die Sprachdurchsage ist nachrangig. Ihre Verständlichkeit kann durch Gebäude, enge Straßen, Wind, Verkehrslärm oder Entfernung leiden. Eine überall gleich gute Sprachverständlichkeit ist laut Stadt technisch nicht machbar.

Diese Einschränkung zeigte sich beim Probealarm am 8. Juli. Ein technischer Fehler verhinderte die gleichzeitige Auslösung aller Sirenen, das System schaltete in den Sicherheitsmodus und steuerte die Anlagen nacheinander an. Die Warnfähigkeit blieb erhalten, allerdings zogen sich die Signale in die Länge und Sprachdurchsagen überlagerten sich teils. Diese Erfahrungen fließen in den Warntag ein.

Das sollten Anwohner vorher wissen

Wichtig: Die Notrufnummern 112 und 110 sind für Rückfragen zum Warntag tabu, sie bleiben echten Notfällen vorbehalten. Hinweise und Beobachtungen nimmt die Feuerwehr über ihre Social-Media-Kanäle (Threads, Instagram, Facebook, YouTube) oder per E-Mail an feuerwehr@dresden.de entgegen. Angehörige, Nachbarn, Kinder und Menschen, die laute Signale verunsichern könnten, sollten vorab Bescheid wissen, ebenso ist an Haustiere zu denken. Ein Blick aufs Smartphone lohnt sich: Ist Cell Broadcast aktiviert und eine aktuelle Warn-App installiert?

Der nächste reguläre Probealarm des Dresdner Sirensystems folgt am Mittwoch, 14. Oktober, um 15 Uhr.

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