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Wolf beißt Frau in Hamburg - «große Ausnahme»

Wolf beißt Frau in Hamburg - «große Ausnahme»
Eigentlich eher scheu: Wölfe meiden üblicherweise den Menschen. (Symbolbild) / Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Von: DieSachsen News
Erstmals seit der Wiederansiedlung der Tiere wurde in Deutschland ein Mensch von einem Wolf gebissen. Experten sprechen von einer großen Ausnahme und erklären die Hintergründe.

Bei dem Angriff eines Wolfs mitten in Hamburg hat es sich aus Sicht sächsischer Experten um eine Ausnahme gehandelt. «Es kann davon ausgegangen werden, dass das Tier panisch war und sich in die Enge getrieben fühlte», teilte Falk Hofer vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Dresden mit.

«Offensichtlich hat sich hier ein Wolf – möglicherweise auf der Suche nach einem eigenen Revier - in die Stadt Hamburg verirrt und nicht wieder herausgefunden», sagte Hofer weiter. Grundsätzlich könne das zwar auch in Sachsen passieren. «Allerdings bleibt so ein Ereignis die große Ausnahme.»

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Erster Angriff in Deutschland seit Wiederansiedlung des Wolfs

In Hamburg-Altona war am Montagabend eine Frau von einem Wolf gebissen worden, wie die Hamburger Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte. Die Frau sei im Universitätsklinikum Eppendorf ambulant behandelt worden. Nach dpa-Informationen verließ sie das Krankenhaus noch am Abend wieder.

Damit wurde in Deutschland nach Behördenangaben erstmals ein Mensch von einem Wolf angegriffen, seit sich dieser wieder in Deutschland ausgebreitet hat. «Es gab noch keinen solchen Fall seit der Wiederansiedlung seit 1998», sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz der Deutschen Presse-Agentur.

Langer Aufenthalt in der Stadt und Tagaktivität sind ungewöhnlich

Der Wolf soll ersten Erkenntnissen zufolge in den Tagen vor dem Angriff bereits im Westen Hamburgs gesichtet worden sein. Dieser lange Aufenthalt im Siedlungsgebiet und die zusätzliche Tagaktivität sind laut LfULG ungewöhnlich. Wölfe sind demnach vor allem dämmerungs- und nachtaktiv und weichen Menschen grundsätzlich aus. «Da wir Menschen in der Regel nachts selten draußen unterwegs sind, suchen Wölfe dann durchaus Ortsränder auf oder streifen auch durch Siedlungen», erklärte Hofer.

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