Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will in den kommenden sechs Jahren spezielle Lebensräume im sächsischen Elbtal untersuchen. Konkret geht es bei dem Vorhaben namens Xero um trockenwarme Standorte und ihre Vernetzung, teilte der BUND mit. Zum Untersuchungsgebiete gehören die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen sowie die Stadt Dresden. Das Projekt werde über das Bundesamt für Naturschutz mit gut zwei Millionen Euro gefördert und von der Naturstiftung David unterstützt.
Flora und Fauna an Hitze angepasst
Laut BUND sind die trockenwarmen Biotope größtenteils durch traditionelle, extensive Nutzung entstanden. «Regelmäßige Mahd oder Beweidung führten zur Ausbildung artenreicher, magerer Offenlandflächen mit einer an Hitze und Trockenheit angepassten Flora und Fauna.» Im Fokus stehen bei dem Vorhaben neben Trockenrasen auch Streuobstwiesen, Steinbrüche, Lesesteinhaufen und Trockenmauern.
Ein vierköpfiges Team soll die Maßnahmen umsetzen. Die trockenwarmen Lebensräume und die dazwischen liegenden Verbindungsflächen sollen ökologisch aufgewertet werden, teilte der BUND mit. Als Beispiel nannte er Pflege unter anderem eine sogenannte Staffelmahd. Dabei werden Wiesen nicht komplett, sondern zeitlich und räumlich versetzt in Abschnitten gemäht. Auch eine Beweidung und Entbuschung, Pflanzungen und die Pflege der Gehölze sind vorgesehen.
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