Nach der ersten Sichtung der Asiatischen Hornisse in Sachsen ist das Nest in Leipzig entdeckt und entfernt worden. Es habe in großer Höhe in einer Lärche auf einem Kirchengrundstück im Stadtteil Grünau gehangen, sagte Michael Hardt, Vorsitzender des Landesverbandes sächsischer Imker. Zuvor hatte die «Sächsische Zeitung» berichtet. Demnach näherten sich Experten mit Spezialanzügen dem Nest und entfernten es mit Hilfe einer Feuerwehrdrehleiter. Das Nest war noch im Aufbau, voraussichtlich nur zwei, drei Wochen alt. Laut Hardt kam die Entdeckung noch gerade zur rechten Zeit. Denn im Spätherbst fliegen aus dem Nest im Durchschnitt 300-500 Jungköniginnen aus. Diese überwintern in Verstecken und gründen im Folgejahr jeweils eigene neue Staaten. Diese Vermehrung sei nun verhindert worden. Die Asiatische Hornisse ist kleiner als ihre europäische Verwandte, dafür aber aggressiver. Zudem ist sie etwas dunkler. Ursprünglich ist sie in Südostasien zu Hause, wurde aber vermutlich über Importwaren nach Europa eingeschleppt. In Deutschland war sie laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) 2014 erstmals in der Nähe von Karlsruhe nachgewiesen worden. Asiatische Hornissen verhalten sich laut Landesamt in der Regel defensiv. Wenn ihr Nest gefährdet sei, könnten sie aber ein starkes Abwehrverhalten zeigen. Man solle daher immer einen Abstand von fünf Metern zu Nestern einhalten. Für Honigbienenvölker kann die Hornisse aber zum Problem werden, da sie die Bienen jagt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenAsiatische Hornisse jagt Bienen vor deren Stock