Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt an diesem Freitag mehr Raum für natürliche Entwicklung in Sachsen. Dabei verwies er auf eine 2019 gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) vorgelegte Wildnisstudie. Seitdem seien war einzelne Fortschritte erreicht worden. «Das in der Wildnisstudie aufgezeigte Potenzial bleibt jedoch bislang weitgehend ungenutzt», erklärte BUND-Chef Felix Ekardt.
Wildnis leistet Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt
Die Kritik des BUND richtet sich auch auf die Situation in ganz Deutschland. «Die Bundesregierung muss endlich mindestens zwei Prozent der Landesfläche als Wildnisgebiete ausweisen - wie bereits 2007 in der Nationalen Biodiversitätsstrategie beschlossen und vor zwei Jahren bekräftigt», hieß es. Flächen mit natürlicher Dynamik würden einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten und könnten helfen, Ökosysteme gegenüber Dürre und Extremwetter widerstandsfähiger zu machen. Der Anteil großflächiger Wildnisgebiete liege derzeit bei rund 0,6 Prozent der Landesfläche.
Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt wird jährlich am 22. Mai begangen. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt als Grundlage funktionierender Ökosysteme aufmerksam zu machen.
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