Als Campingland hat Sachsen beste Voraussetzungen, allerdings gibt es Nachholbedarf bei der Bekanntheit als Reiseziel und bei der Qualität der Angebote: So lautet das Fazit einer Markt- und Potenzialstudie im Auftrag des Tourismusministeriums und des Landestourismusverbandes.
Großes Wachstum bei Camping-Übernachtungen
Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) sprach bei der Vorstellung der Studienergebnisse von einem «kleinen Riesen mit großem Potenzial»: Die Branche sei in den letzten Jahren in Sachsen deutlich gewachsen. Zwischen 2014 und 2024 stieg die Zahl der Campingübernachtungen um 76,6 Prozent auf rund 1,1 Millionen Übernachtungen. Zwar macht Camping weiterhin nur etwas mehr als fünf Prozent aller Übernachtungen in Sachsen aus, das Wachstum liegt aber deutlich über dem Schnitt.
Die Oberlausitz und die Sächsische Schweiz sind dabei mit jeweils 13 Plätzen und je einem Drittel der Übernachtungen beliebte Ziele. Der Leipziger Raum macht mit ebenfalls 13 Plätzen acht Prozent der Übernachtungen aus. Hinzu kommt das Vogtland, das besonders bei Dauercampern beliebt ist.