Der frühere Radrennfahrer Markus Weinberg möchte mit einem «European Connection Trail» Lust auf eine ganz persönliche Entdeckung Europas mit dem Rad machen. Am 11. August startet er mit einem Gravelbike im kleinen Örtchen Grense Jakobselv an der norwegisch-russischen Grenze. Ende September will er am Cabo de São Vicente in Portugal über die Ziellinie fahren. Im Schnitt muss er 165 Kilometer zurücklegen. «Es geht mir nicht um einen Rekord. Ich möchte Leute motivieren, Europa selbst zu bereisen», sagte Weinberg der Deutschen Presse-Agentur.
Tour lässt touristische Hotspots links liegen
Das könne man nirgendwo besser erleben als auf dem Rad, sagte Dokumentarfilmer. «Die Route führt abseits touristischer Hotspots durch unglaublich viel Natur, ländliche Gegenden und großartige Gebirge.» Schlafen werde er meist im Zelt, dazu sei er als Selbstversorger unterwegs.
Die Idee für die Tour kam ihm, als er vor drei Jahren mit Gravelbike und Zelt durch die abgeschiedene Natur Kanadas und durch die USA bis nach Mexiko fuhr. 2019 hatte der Brite Andy Cox einen «European Divide Trail» durch neun Länder geprägt.
«Für mich war der Begriff 'Divide' allerdings immer unglücklich gewählt, denn in puncto Europa sollte immer das Verbindende im Mittelpunkt stehen, nicht das, was uns trennt», sagte Weinberg unlängst in einem Interview der sächsischen Imagekampagne «So geht sächsisch». Deshalb habe er «Divide» kurzerhand durch «Connection» ersetzt und die Route um fünf Länder erweitert.
Nun hoffe er, viel Verbindendes zu erfahren und auf der Tour hoffnungsvolle Geschichten von Europäern einzusammeln. «Ich möchte ein unmittelbares, ein authentisches Gefühl dafür bekommen, was Europa und seine Bewohner ausmacht, plagt und träumen lässt.»
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