Dresden. Wenn in der kommenden Woche die Stadt schläft und die letzten Bahnen stehen, rücken die Schwergewichte an. Mit einem massiven nächtlichen Belastungstest prüft die Stadtverwaltung die Tragfähigkeit der maroden Brücke Budapester Straße, um das wichtige Bauwerk vor einer jahrelangen Vollsperrung zu bewahren.
Schwerlast-Experiment in der Dunkelheit
Vom 10. bis zum 12. August rollen selbstfahrende, modulare Spezialfahrzeuge an. In den Nachtstunden bringen die Maschinen stufenweise ein enormes Gewicht von bis zu 326 Tonnen auf den Brückenzug. Sensoren und Vermessungsgeräte überwachen dabei jede kleinste Bewegung und Durchbiegung des Betons. Um die absolute Sicherheit bei diesem riskanten Manöver zu gewährleisten, greifen strenge Sperrpausen: Die Stadt sperrt die unter der Brücke verlaufende Ammonstraße sowie das Bauwerk selbst an den Versuchstagen jeweils von 18 bis 6 Uhr morgens vollständig für den Verkehr. Zudem erfolgt der heikle Belastungstest tief in der Nacht ausschließlich dann, wenn unter der Brücke keine Züge oder Straßenbahnen verkehren.