Dresden. Jeden dritten Sonntag im Monat tritt Reverend Ricky Yates in die Kanzel der Frauenkirche - und weiß nie genau, wer ihm gegenübersitzen wird. Dresdner, die seit Jahren kommen. Touristen, die zum ersten Mal überhaupt in der Kirche sind. Menschen aus Übersee, die zufällig in der Stadt sind. „Jede Gemeinde ist anders - und doch werden wir für diese Stunde zu einer Gemeinschaft", sagt der 74-jährige Brite, der für jeden Gottesdienst eigens aus Tschechien anreist, wo er seit vielen Jahren lebt.
Am 21. Juni feiert die Frauenkirche das 20-jährige Bestehen dieser Reihe. Seit 2006 wurden dort rund 225 Anglican Evening Services gefeiert - ein Format, das im deutschsprachigen Kirchenraum nach wie vor eine Besonderheit ist.