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Lehrer als Beamte - für Verband eine Frage der Demokratie

Lehrer als Beamte - für Verband eine Frage der Demokratie
Susanne Lin-Klitzing sieht im Beamtenstatus für Lehrkräfte mehr als eine finanzielle Frage. (Archivbild) / Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Von: DieSachsen News
Sachsen fände es gut, wenn Lehrkräfte künftig nur noch Angestellte wären. Hintergrund sind hohe Pensionskosten. Doch die Betroffenen widersprechen fundamental.

Der deutsche Philologenverband stemmt sich gegen einen Vorschlag aus Sachsen, Lehrerinnen und Lehrer perspektivisch bundesweit nicht mehr zu Beamten zu machen. Vor der Konferenz der Bildungsminister erklärte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing: «Wer Schule destabilisiert, destabilisiert unsere Gesellschaft. Der Beamtenstatus ist ein Schutzschild für Lehrkräfte und damit für unsere Kinder und unsere Zukunft.»

Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) wirbt für ein Ende der Lehrerverbeamtung und hat angekündigt, dies bei der heutigen Bildungsministerkonferenz anzusprechen. Der CDU-Politiker begründete dies mit finanziellen Herausforderungen, weil für Pensionen hohe Rückstellungen nötig sind. Deshalb gebe es in mehreren Bundesländern ähnliche Überlegungen, sagte er Anfang der Woche im MDR.

Der Philologenverband konterte, der Beamtenstatus sei «keine Frage des Komforts, sondern eine Frage der Funktionsfähigkeit unserer Demokratie». Wer als Lehrkraft um den Arbeitsplatz bangen müsse, könne schwerer tragfähige Beziehungen aufbauen und für guten Unterricht sorgen. 

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«Auf einer gesunden menschlichen Beziehung fußen Lernen und Bildung, und auf Bildung fußt unsere Demokratie», erklärte der Verband. «Gesicherte, verbeamtete Lehrkräfte sind deshalb keine Kostenfrage – sie sind eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.»

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