Die Volleyball Bundesliga (VBL) hat mit Unverständnis auf Vorwürfe nach dem Rückzug der Volleyballerinnen vom SC Potsdam reagiert. «Wir haben einen sehr langen Lizenzierungsprozess mit zahlreichen Fristen, in dem bestimmte Anforderungen erfüllt werden müssen», sagte Geschäftsführerin Kim Oszvald-Renkema der Deutschen Presse-Agentur. «Der Lizenzierungsausschuss der VBL hat alle Möglichkeiten, die es gegeben hätte, ernsthaft geprüft. Ich kann die Enttäuschung darüber, dass es an diesem Standort nicht weitergeht, gut nachvollziehen. Für die erhobenen Vorwürfe habe ich jedoch kein Verständnis.»
Am Donnerstagabend war bekanntgeworden, dass sich Potsdam aus der Bundesliga zurückzieht. Der Club zog den Lizenzantrag für die Saison 2025/26 zurück und kam damit einem Lizenzentzug zuvor.
Der Club erhob Vorwürfe gegen die Liga. «Der Volleyball Bundesliga wurde sogar ein Testat eines Wirtschaftsprüfers vorgelegt, das die Schlüssigkeit der Wirtschaftlichkeit für die nächste Saison bestätigt», sagte Geschäftsführer Eugen Benzel und fügte hinzu: «Ich kann das Vorgehen der Liga nicht verstehen. Der Schaden ist immens.» Als Konsequenz müsse die Spielbetriebsgesellschaft einen Insolvenzantrag stellen.