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Dynamo Dresden mit 14 Neuzugängen - Alle im Überblick

Dynamo Dresden Flagge
Dynamo Dresden erlebte eine der heißesten Transferperioden seit langem (Bild: Paul Scholze)
Von: Dustin Scholz
14 Transfers, viel Zweitligaerfahrung und zwei Last-Minute-Leihen: Dynamo baut den Kader nach dem Klassenerhalt neu auf.

Alle Neuzugänge im Überblick

Nach dem Klassenerhalt in der Saison 2025/26 stand Dynamo Dresden vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Die Mannschaft hatte sich vor allem in der Rückrunde stabilisiert, gleichzeitig verließen mehrere Leistungsträger den Verein. Sportgeschäftsführer Sören Gonther setzte deshalb auf eine Mischung aus Erfahrung, Zweitligaqualität und entwicklungsfähigen Spielern.
Bereits im Winter hatte Dynamo mit Jason Ceka, Robert Wagner, Jonas Sterner und Thomas Keller vier Spieler ausgeliehen. Drei dieser Spieler Wagner, Sterner und Keller – wurden anschließend fest verpflichtet. Hinzu kamen weitere Transfers im Sommer sowie zwei Last-Minute-Leihen am 1. September. Insgesamt stehen damit 14 Neuzugänge auf der Transferliste der neuen Saison.

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1. Brooklyn Ezeh – der Neustart auf der linken Seite

Den Anfang machte Brooklyn Ezeh. Der 25-Jährige, geboren am 23. Juni 2001 in Hamburg, kam von Hannover 96 und unterschrieb als erster Sommerneuzugang bei Dynamo. Der 1,88 Meter große Linksverteidiger bringt eine ungewöhnliche Kombination aus Physis und technischer Ausbildung mit.
Ezeh wurde beim Hamburger SV und beim FC Schalke 04 ausgebildet. Bei Schalke II sammelte er erste Erfahrungen im Herrenfußball, anschließend führte ihn sein Weg über den FC Viktoria Berlin und den SV Wehen Wiesbaden nach Hannover. Seit 2023 stand er bei 96 unter Vertrag. Dynamo sieht in ihm vor allem die Möglichkeit, nach einem schwierigen Jahr wieder an frühere Leistungen anzuknüpfen.
Seine Verpflichtung ist deshalb weniger ein klassischer Transfer eines fertigen Leistungsträgers als vielmehr eine Wette auf einen Spieler, dessen Potenzial bereits nachgewiesen ist. Auf der linken Seite soll Ezeh für Tempo, Dynamik und körperliche Präsenz sorgen.

2. Kaan İnanoğlu – der Torjäger aus der Regionalliga

Mit Kaan İnanoğlu verpflichtete Dynamo einen der interessantesten jungen Angreifer des Transferfensters. Der am 16. August 2005 in Dallas geborene US-Amerikaner mit türkischen Wurzeln ist 1,87 Meter groß und spielt im Sturmzentrum.
İnanoğlu kam bereits mit 15 Jahren nach Deutschland und besuchte zunächst das Deutsche Fußball Internat in Bad Aibling. Über den MSV Duisburg führte sein Weg 2024 zur zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt. In der Rückrunde 2025/26 wurde er an den FC 08 Homburg ausgeliehen – und dort explodierten seine Zahlen: 16 Tore und fünf Vorlagen in 17 Spielen.
Auch seine gesamte bisherige Regionalliga-Bilanz ist bemerkenswert: 23 Tore und sieben Vorlagen in 46 Einsätzen. Bereits in der U19 des MSV Duisburg hatte er in 15 Bundesliga-Juniorenspielen 13 Treffer erzielt. Hinzu kommen sechs Einsätze in der 3. Liga.
Der Schritt in die 2. Bundesliga ist dennoch gewaltig. In Dresden muss İnanoğlu nun beweisen, dass seine enorme Torquote auch gegen deutlich erfahrenere und körperlich stärkere Abwehrspieler Bestand hat.

3. Nicolai Rapp – Erfahrung für die Zentrale

Mit Nicolai Rapp holte Dynamo bewusst einen Spieler, der die 2. Bundesliga aus dem Effeff kennt. Der defensive Mittelfeldspieler kam vom Karlsruher SC und erhielt die Rückennummer sechs.
Rapp wurde am 13. Dezember 1996 in Heidelberg geboren und durchlief die Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim. Danach spielte er unter anderem für Greuther Fürth, Erzgebirge Aue, Union Berlin, Darmstadt 98 und Werder Bremen. Nach einer Leihe zum 1. FC Kaiserslautern landete er 2024 beim Karlsruher SC.
Seine Vita spricht für sich: 211 Zweitligaeinsätze, neun Bundesligaspiele und 16 Partien im DFB-Pokal weist Dynamo bei seiner Verpflichtung aus. Mit Werder Bremen gelang ihm zudem der Aufstieg in die Bundesliga.
Rapp soll bei Dynamo vor allem Stabilität geben. Nach dem Abgang von Vinko Šapina bestand auf der Sechserposition Bedarf. Rapp ist dabei weniger der spektakuläre Ballverteiler als vielmehr der Spieler, der Räume schließt, Zweikämpfe führt und den Spielaufbau absichert.

4. Ahmet Muhamedbegovic – internationale Erfahrung für die Innenverteidigung

Ein etwas ungewöhnlicherer Transfer ist Ahmet Muhamedbegovic. Der 27-jährige Innenverteidiger kam vom slowenischen Spitzenklub NK Olimpija Ljubljana.
Geboren wurde Muhamedbegovic am 30. Oktober 1998 in Österreich. Seine Ausbildung erhielt er beim SC Untersiebenbrunn und in der Fußballakademie St. Pölten. Über den SKN St. Pölten, eine Leihe zum SKU Amstetten und den slowakischen Erstligisten DAC Dunajská Streda führte sein Weg 2023 nach Ljubljana.
Dort sammelte er internationale Erfahrung. Dynamo nennt 14 Einsätze in der UEFA Conference League sowie 14 weitere Qualifikationsspiele. Außerdem kommt er auf acht Einsätze in der Qualifikation zur Champions League. Im nationalen Fußball stehen 64 Spiele in der österreichischen Bundesliga und 80 Partien in der ersten slowenischen Liga zu Buche.
Seine Qualitäten liegen laut Dynamo insbesondere in Geschwindigkeit und Spielaufbau. Damit soll er die durch mehrere Abgänge entstandene Lücke in der Innenverteidigung schließen.

5. Simon Straudi – vielseitiger Aufsteiger aus Cottbus

Simon Straudi kam vom FC Energie Cottbus nach Dresden. Der am 27. Januar 1999 in Bruneck geborene Italiener ist auf beiden Außenverteidigerpositionen einsetzbar.
Straudi wurde beim ASC St. Georgen ausgebildet und spielte anschließend beim FC Südtirol. 2016 zog es ihn nach Deutschland in die Nachwuchsabteilung von Werder Bremen. Über die Bremer und den SK Austria Klagenfurt führte sein Weg schließlich nach Cottbus.
Dort war er Teil der Mannschaft, die 2025/26 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Straudi bringt laut Dynamo 53 Einsätze in der österreichischen Bundesliga und 20 Spiele in der 3. Liga mit.
Interessant ist vor allem seine Flexibilität. Er kann rechts wie links spielen und bringt Geschwindigkeit sowie technische Fähigkeiten mit.

6. Jonas Sterner – vom Leihspieler zum festen Bestandteil

Bei Jonas Sterner handelt es sich um einen Spieler, der Dynamo bereits bestens kennt. Nach zwei Leihperioden von Hannover 96 und Holstein Kiel wurde der 24-Jährige im Sommer endgültig verpflichtet.
Sterner wurde am 13. Mai 2002 in Husum geboren und beim Holstein Kiel ausgebildet. Über Kiel führte sein Weg nach Hannover. Bei Dynamo entwickelte er sich jedoch zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft.
Allein in der Rückrunde 2025/26 absolvierte Sterner 17 von 17 möglichen Zweitligaspielen und bereitete drei Tore vor. Insgesamt kommt er aus seinen beiden Leihzeiten bereits auf 51 Pflichtspiele für Dynamo, zwei Tore und zwölf Vorlagen.
Seine endgültige Verpflichtung war deshalb weniger ein Experiment als die logische Konsequenz seiner Entwicklung in Dresden.

7. Robert Wagner – laufstarker Mittelfeldspieler mit Bundesligaerfahrung

Auch Robert Wagner wurde nach einer erfolgreichen Leihe fest verpflichtet. Der 23-Jährige kam vom SC Freiburg.
Wagner stammt aus Lahr und wurde beim SC Freiburg ausgebildet. Über die zweite Mannschaft schaffte er den Sprung zu den Profis und debütierte in der Bundesliga. Danach folgten Leihen zu Greuther Fürth, dem FC St. Pauli und Holstein Kiel.
Im Winter 2026 wechselte er zunächst leihweise nach Dresden. Dort absolvierte er in der Rückrunde 15 Pflichtspiele, davon 14 über die volle Distanz. Dynamo bezeichnete ihn als einen der laufstärksten Spieler der 2. Bundesliga.
Wagner ist ein klassischer Box-to-Box-Spieler. Er arbeitet gegen den Ball, schiebt Räume zu und kann gleichzeitig mit Ball nach vorne stoßen. Genau diese Dynamik machte ihn bereits in der Rückrunde zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft.

8. Tobias Raschl – der erfahrene Achter

Tobias Raschl kam ablösefrei beziehungsweise ohne veröffentlichte Ablösesumme vom SC Preußen Münster nach Dresden. Der 26-Jährige ist im zentralen Mittelfeld zu Hause.
Seine Ausbildung erhielt Raschl bei SG Unterrath, Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund. Vom BVB führte sein Weg zur SpVgg Greuther Fürth. Anschließend spielte er beim 1. FC Kaiserslautern und in Münster.
Dynamo verweist bei seiner Verpflichtung auf 83 Zweitligaspiele und elf Bundesligaeinsätze. Damit gehört Raschl zu den erfahrensten Neuzugängen.
Seine Stärke liegt in seiner Variabilität. Er kann defensiver als Sechser, aber auch offensiver als Achter eingesetzt werden. Für Dynamo ist er damit ein Spieler, der verschiedene Rollen innerhalb des Mittelfelds ausfüllen kann.
Allerdings startete Raschl verletzungsbedingt mit Trainingsrückstand in die neue Saison.

9. Kenneth Schmidt – Talent mit Bundesliga-Vergangenheit

Kenneth Schmidt ist ein Transfer mit besonderem Blick auf die Zukunft. Der 24-jährige Innenverteidiger kam von Fortuna Düsseldorf.
Schmidt wurde in Freiburg ausgebildet und schaffte über die zweite Mannschaft den Sprung in den Bundesligakader des SC Freiburg. Danach spielte er eine Saison bei Hannover 96 und wechselte 2025 zu Fortuna Düsseldorf.
Seine bisherige Karriere umfasst zehn Bundesligaspiele, 20 Zweitligaeinsätze und eine Europa-League-Partie. In der Saison 2025/26 absolvierte er für Düsseldorf 21 Pflichtspiele, ehe ihn im Februar 2026 ein Kreuzbandriss im linken Knie stoppte.
Dynamo verpflichtete Schmidt deshalb nicht als kurzfristige Soforthilfe. Der Verein plante ausdrücklich damit, ihn nach der Rehabilitation langsam wieder an die Mannschaft heranzuführen.
Seine Qualitäten liegen insbesondere in Geschwindigkeit und Spielaufbau.

10. Thomas Keller – der Rückkehrer mit Führungsqualitäten

Thomas Keller ist der dritte Spieler aus der erfolgreichen Rückrunde, den Dynamo dauerhaft binden konnte. Der Innenverteidiger kam ursprünglich vom 1. FC Heidenheim auf Leihbasis.
Keller wurde am 5. August 1999 in München geboren und wurde bei der SpVgg Unterhaching sowie dem FC Ingolstadt ausgebildet. 2022 wechselte er nach Heidenheim.
In der Rückrunde 2025/26 entwickelte er sich bei Dynamo schnell zu einem wichtigen Bestandteil der Defensive. 14 Pflichtspiele und drei Tore standen am Ende seiner Leihzeit zu Buche. Insgesamt bringt Keller zwölf Bundesliga- und 40 Zweitligaspiele sowie zwei Einsätze in der Conference League mit.
Besonders interessant: Keller erzielte bereits im ersten Spiel der Rückrunde gegen Greuther Fürth ein Tor und traf später auch beim 2:2 auf Schalke.

11. Till Neininger – U-Nationalspieler als Perspektivtransfer

Mit Till Neininger holte Dynamo einen ausgesprochen jungen Innenverteidiger. Der 19-Jährige wurde für eine Saison vom VfL Wolfsburg ausgeliehen.
Neininger wurde am 3. April 2007 in München geboren und wuchs zunächst in Berlin auf. Bereits im Alter von elf Jahren schloss er sich dem VfL Wolfsburg an und durchlief dort sämtliche Nachwuchsmannschaften.
In der vergangenen Saison führte er Wolfsburgs U19 als Kapitän bis ins DFB-Pokalfinale der Junioren. Außerdem stand er bereits fünfmal im Bundesliga-Kader der Wolfsburger Profis.
Noch beeindruckender ist seine internationale Nachwuchsbilanz: Seit der U16 lief Neininger für Deutschland auf und kommt bislang auf 24 Einsätze in den Junioren-Nationalmannschaften.
Der Schritt in den Profifußball steht allerdings erst bevor. Dynamo setzt bei Neininger deshalb vor allem auf Entwicklung.

12. Ben Bobzien – der Rückkehrer mit Torinstinkt

Ben Bobzien machte Dynamo im Sommer besonders glücklich. Nach einer erfolgreichen Rückrunde wurde der 23-Jährige dauerhaft vom FSV Mainz 05 verpflichtet.
Bobzien wurde am 29. April 2003 geboren und bereits 2015 in das Nachwuchsleistungszentrum von Mainz aufgenommen. Es folgten Leihen zur SV Elversberg sowie nach Österreich zu Austria Lustenau und Austria Klagenfurt.
In Dresden absolvierte er nach seiner Ausleihe im Januar 2026 15 Zweitligaspiele, erzielte vier Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Damit hatte er erheblichen Anteil an Dynamos Aufholjagd und dem Klassenerhalt.
Seine Qualitäten liegen vor allem im Eins-gegen-eins und in der Intensität gegen den Ball. Mit seiner Dynamik kann er auf den Außenbahnen für Unruhe sorgen.

13. Kennedy Okpala – Tempo für die Offensive

Am letzten Tag der Transferperiode reagierte Dynamo noch einmal auf einen konkreten Bedarf und holte Kennedy Okpala vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn. Der 21-Jährige kommt für eine Saison auf Leihbasis nach Dresden; eine Kaufoption wurde nicht vereinbart.
Okpala wurde am 17. Dezember 2004 in Neustadt an der Weinstraße geboren und beim SV Waldhof Mannheim ausgebildet. Dort schaffte er den Sprung in den Profifußball.
Vor seinem Wechsel nach Paderborn hatte er eine starke Drittligabilanz: 16 Tore und sieben Vorlagen in 71 Spielen. In der Rückrunde 2025/26 sammelte er beim SC Paderborn seine ersten Erfahrungen in der 2. Bundesliga und kam auf zwölf Einsätze, ein Tor und eine Vorlage. Paderborn stieg anschließend in die Bundesliga auf.
Okpalas größte Waffe ist sein Tempo. Dynamo suchte bewusst einen Spieler, der die Tiefe attackieren und die Offensive auf der rechten Außenbahn ergänzen kann.
Bemerkenswert ist die Vorgeschichte: Im Mai 2025 hatte Okpala Dynamo im Trikot von Waldhof Mannheim bereits mit einem entscheidenden Treffer wehgetan. Nun soll er für Schwarz-Gelb auf Torejagd gehen.

14. Patrice Čović – ein junges Gesicht

Noch später als Okpala kam Patrice Čović. Der erst 19 Jahre alte Offensivspieler wurde am 1. September für eine Saison vom SV Werder Bremen ausgeliehen.
Čović wurde am 25. Juni 2007 in Berlin geboren. Seine Jugendzeit verbrachte er zunächst beim SC Staaken und anschließend im Nachwuchs von Hertha BSC. In der U19 wechselte er zu Werder Bremen.
Dort schaffte er den Sprung in den Profikader und kam bereits auf 16 Bundesligaeinsätze und ein Tor.
Sein Transfer wurde unmittelbar nach dem Abgang von Jonas Oehmichen vollzogen. Dynamo suchte nach eigener Aussage bewusst einen technisch gut ausgebildeten Spieler, der in Dresden den nächsten Entwicklungsschritt machen soll.
Čović ist damit ein interessanter Gegensatz zu Rapp oder Raschl: Während diese Spieler bereits über jahrelange Zweitligaerfahrung verfügen, kommt Čović mit gerade einmal 19 Jahren und ersten Bundesligaerfahrungen nach Dresden.
Dustin Scholz
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Dustin Scholz

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