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Apnoe-DM in Chemnitz: Auf Rekordjagd ohne Luft

Apnoe-DM in Chemnitz: Auf Rekordjagd ohne Luft
Von der Weltrekordhalterin bis zur 80-jährigen Starterin: Bei der Apnoe-DM in Chemnitz zeigen Sportler aller Generationen, wie weit und wie lange sie ohne Luft auskommen. (Symbolbild) / Foto: Fabian Sommer/dpa
Von: DieSachsen News
Etliche Minuten ohne Luft oder auf Zeiten- und Distanzjagd mit angehaltenem Atem: Bei der Deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen in Chemnitz treffen sich am Wochenende Spezialisten des Sports.

Unvorstellbar lang die Luft anhalten oder unvorstellbar schnell oder weit ohne Atem tauchen: Mit solchen Leistungen treten am Wochenende im Chemnitzer Sportforum Deutschlands beste Apnoetaucher zur Deutschen Meisterschaft an. In der 50-Meter-Schwimmhalle des Sportforums kämpfen 57 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland um Titel und Rekorde – oft mit spektakulären Distanzen und Zeiten unter Wasser.

„Wir haben eigentlich drei große Kategorien“, sagt Markus Hinkelmann, Ressortleiter Apnoe-Wettkampfsport beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und zugleich Mitglied im Chemnitzer Tauchverein, der die DM ausrichtet. Bei den Distanzstrecken versuchen die Sportler, mit Monoflosse, zwei Flossen oder ganz ohne Hilfsmittel so weit wie möglich zu tauchen. In der Disziplin «Static» geht es darum, «so lange wie möglich einfach nur die Luft anzuhalten, ohne sich zu bewegen». Dazu kommen «Speed-Strecken» über 2×50, 4×50 und 8×50 Meter, bei denen es um die schnellste Zeit geht. Hier dürfen die Athleten auftauchen und atmen – jede Sekunde an der Oberfläche verlängert aber die Gesamtzeit, so Hinkelmann weiter.

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Deutsche Rekordhalterin: Neuneinhalb Minuten ohne Luft

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt die statische Disziplin: «Bei den Frauen tritt die Heike Schwerdtner mit an, das ist die amtierende Weltmeisterin und Weltrekordhalterin», sagt Hinkelmann. Ihr deutscher Rekord liegt bei etwa neuneinhalb Minuten Luftanhalten. Damit übertrifft sie den deutschen Männerrekord deutlich: Der liegt bei knapp unter acht Minuten. Der deutsche Distanzrekord in der dynamischen Disziplin ohne Flossen liegt aktuell bei 175,5 Metern bei den Männern und 164 Metern bei den Frauen – mehr als drei 50-Meter-Bahnen unter Wasser - ohne Luft.

In diesem Jahr sind 57 Starter gemeldet, 2023 waren es noch knapp 30. «Es ist auf jeden Fall ein wachsender Sport», sagt Hinkelmann. In Chemnitz hat sich aus der starken Flossenschwimm-Szene seit einigen Jahren eine Apnoe-Gruppe entwickelt, die inzwischen bundesweit zu den Leistungsträgern gehört, so der Wettkampf-Bevollmächtigte. Die Deutsche Meisterschaft findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt - zum dritten Mal in Chemnitz. Dabei ist Apnoe offenbar nicht nur bei jungen Menschen beliebt: In der seit vier Jahren ausgetragenen Masters-Wertung treten Sportlerinnen und Sportler ab 50 Jahren gegeneinander an. Die älteste Starterin in Chemnitz ist 80 Jahre alt.

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