Torjäger Schick führt Leverkusen zu nächstem Heimsieg
Die Profis von Bayer Leverkusen liefen klatschend zu ihren Fans, die Gäste von RB Leipzig haderten. Angeführt von Serienknipser Patrik Schick hat Bayer auch sein zweites Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison gewonnen. Die Werkself setzte sich im Duell mit RB mit 2:0 (1:0) durch und verabschiedet sich mit sieben Punkten in die dreiwöchige Länderspielpause. RB Leipzig und Trainer Martín Demichelis hingegen warten nach zwei Niederlagen in der Fremde weiterhin auf ihre ersten Auswärtspunkte in der neuen Spielzeit der Fußball-Bundesliga. Im Fußball würden manchmal eben Kleinigkeiten entscheiden, erklärte der Argentinier bei DAZN. Seine Mannschaft müsse lernen, noch konsequenter aufzutreten. «Ein Stück weit sind wir auch noch eine junge Truppe, wo so ein bisschen dieses Drecksacksein fehlt», meinte Leipzigs Kapitän David Raum. «Aber wir bleiben dran.» Schick (44. Minute) und Miguel Gutiérrez (57.) erzielten vor 29.573 Zuschauern die Tore für Leverkusen. Stürmer Schick hat nun an allen vier Liga-Spieltagen jeweils einmal getroffen. «Die Flanke war perfekt», bedankte er sich bei seinem Vorlagengeber Gutiérrez. «Defensiv haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben», analysierte Leverkusens Keeper Mark Flekken. «Das Gegenpressing war gut, wir haben gute Fouls gezogen. Wir standen defensiv sehr gut. Es hat alles zusammengepasst.» Vor dem Anpfiff gedachten beide Teams dem langjährigen Leverkusener Spieler, Co- und Interimstrainer Peter Hermann nach dem Bekanntwerden von dessen Tod am Vorabend mit einer Schweigeminute. Die Fans der Werkself zeigten eine Choreographie mit dem Spruchband «Eine treue Seele des Fußballs - Ruhe in Frieden Peter Hermann». Die Spieler liefen mit Trauerflor auf. Die Gäste aus Leipzig waren vom Anpfiff weg um Spielkontrolle bemüht und traten zunächst als spielbestimmende Mannschaft auf. Durch einen Freistoß von David Raum (8.) aus dem Halbfeld näherten sich die Sachsen das erste Mal dem Tor der Werkself an. Kurz darauf hatte Leipzigs Ezechiel Banzuzi den ersten Abschluss der Partie, Leverkusens Schlussmann Mark Flekken konnte den Flachschuss des Mittelfeldspielers aus der Distanz aber sicher parieren. Auf die aktivere Anfangsphase der Gäste aus Leipzig antworteten die Leverkusener immer wieder mit kleineren Torannäherungen durch offensive Nadelstiche. Eine Hereingabe von Jarell Quansah (13.) verpassten Gutiérrez und Afonso Moreria nur knapp. Eine weitere Flanke von Quansah landete nach einer Abwehraktion von Willi Orban vor den Füßen von Aleix Garcia, dessen Abschluss (19.) aber deutlich über das Tor rauschte. In der Mitte der ersten Halbzeit mussten die Leipziger dann den ersten Rückschlag hinnehmen. Der vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nationalmannschaft nominierte Brajan Gruda musste verletzt ausgewechselt werden. Der 22 Jahre alte Offensivspieler schien Probleme an der Bauchmuskulatur rechts oberhalb der Hüfte zu haben. RB-Coach Demichelis geht allerdings nicht von einer schweren Verletzung aus. Auch ohne Gruda blieben die Sachsen aber die aktivere Mannschaft. Ein Angriff über Romulo und Nusa landete wenig später bei Christopher Nkunku, der zur vermeintlichen Leipziger Führung einschob (34.). Wegen einer Abseitsstellung von Nkunku nahm der Videoschiedsrichter das Tor aber wieder zurück. Nach einem weiteren offensiven Vorstoß der eigentlich inaktiveren Leverkusener Mannschaft zappelte der Ball dann kurz vor der Pause plötzlich auf der anderen Seite im Netz. Stürmer Schick rauschte nach einer Hereingabe von Gutiérrez aus dem Rücken der Leipziger Defensive heran und drückte den Ball in vollem Tempo mit rechts ins Tor der Sachsen (44.). In der zweiten Halbzeit brachte ein weiterer Leverkusener Angriff nach einem unglücklichen Auftreten der Leipziger Abwehr dann das zweite Tor für die Werkself. Eine Hereingabe von Maza ließ Abwehrchef Orban durch, dessen sichtlich überraschter Mitspieler Ridle Baku klärte direkt vor die Füße von Gutiérrez. Der Spanier schloss mit links ab, der Ball rutschte durch die Arme von Leipzigs Torwart Maarten Vandevoordt (58.), der auch keine gute Figur abgab. Die Leipziger zeigten sich von dem zweiten Gegentreffer sichtlich beeindruckt und erspielten sich im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte keine klaren Torchancen mehr. Auf der Gegenseite wurden hingegen die Leverkusener immer wieder gefährlich, ein dritter Treffer gelang der Werkself aber nicht. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenRaum fehlt die «Drecksack»-Mentalität
Schweigeminute und Trauerflor für Hermann
DFB-Nominierter Gruda verletzt raus
Schick trifft zur Führung
Leipziger Abwehrfehler bescheren 2:0