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ADAC hofft auf Schub durch neues Sportfördergesetz

ADAC hofft auf Schub durch neues Sportfördergesetz
Thomas Voss hofft auf mehr Anerkennung von der Politik für den Motorsport. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News
350.000 Fans am Nürburgring, 250.000 am Sachsenring: Motorsport zieht Massen an. Der ADAC sieht darin auch ein Argument für mehr Anerkennung nicht-olympischer Sportarten.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) verbindet mit dem beschlossenen Entwurf des Sportfördergesetzes die leise Hoffnung auf mehr Anerkennung auch für nicht-olympische Sportarten. Thomas Voss, Leiter Motorsport, Klassik und Veranstaltungen beim ADAC, verweist dabei auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung großer Motorsportveranstaltungen und sieht darin die Chance, den Motorsport bei der staatlichen Sportförderung stärker zu berücksichtigen.

«Ich glaube, der Sport muss sich in einigen Bereichen erst einmal neu finden», sagte Voss am Rande des Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bislang sei vieles darauf ausgerichtet gewesen, olympische Sportarten zu fördern. «Trotzdem finde ich, dass auch die nicht-olympischen Sportarten, wozu der Motorsport ja gehört, nicht aus dem Fokus rücken sollten», betonte er. Gerade der Motorsport sei gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich und verzeichne «enorme Wachstumsquoten».

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Mehr als nur Sportereignisse

Voss verwies auf die Bedeutung großer Motorsportveranstaltungen wie des Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring, zu dem an diesem Wochenende rund 250.000 Zuschauer erwartet werden, oder des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, das zuletzt rund 350.000 Besucher anzog. Diese Events seien nicht nur Sportereignisse, sondern auch Tourismus- und Wirtschaftsfaktoren. «Die drei größten Einzelsportveranstaltungen in Deutschland sind Motorsportveranstaltungen. Das sollte Anerkennung finden», sagte Voss. Sollte das Sportfördergesetz dazu beitragen, sei das «alles super».

Der Bundestag hatte dem Entwurf des Sportfördergesetzes in dieser Woche zugestimmt. Herzstück der Reform ist die Gründung einer unabhängigen Spitzensportagentur mit Sitz in Leipzig. Sie soll ab 2027 unter anderem die Förderung von Verbänden und Athleten koordinieren, Bundesstützpunkte weiterentwickeln und die staatlichen Fördermittel eigenständig vergeben. Ziel der Reform sind weniger Bürokratie und mehr Medaillen im deutschen Spitzensport.

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