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Liga mahnt: Soziale Kürzungen gefährden Sachsens Zukunft

Liga mahnt: Soziale Kürzungen gefährden Sachsens Zukunft
Die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände in Sachsen mahnt Reformen auch bei der Förderpolitik an. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Weniger Bürokratie und mehr Einbindung von Praktikern in politische Entscheidungen: Wohlfahrtsverbände mahnen Reformen an und warnen vor Kürzungen im Sozialbereich.

Die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände in Sachsen mahnt im Kontext der anstehenden Haushaltsverhandlungen Reformen an. Dazu gehörten vor allem Bürokratieabbau, verlässlichere Förderstrukturen und eine stärkere Einbindung der Praxis in politische Entscheidungen, erklärte die Liga in Radebeul. «Wir erleben vielerorts, dass wertvolle Ressourcen in komplizierten Verfahren und kurzfristigen Projektlogiken gebunden werden», betonte Liga-Chef Dietrich Bauer. 

«Gerade in Zeiten großer finanzieller und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es einen starken Schulterschluss zwischen Politik, Kommunen und freier Wohlfahrtspflege», betonte Bauer. Ziel müsse ein Doppelhaushalt sein, der finanzielle Verantwortung mit sozialer und wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit verbindet. Die aktuellen Herausforderungen ließen sich nicht allein durch Sparlogik beantworten.

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«Wer den Freistaat wirtschaftlich stark halten will, muss gleichzeitig in soziale Stabilität, Fachkräftesicherung und funktionierende Daseinsvorsorge investieren», argumentierte Bauer. Die Liga begrüße ausdrücklich die angekündigte, zeitlich begrenzte Kreditaufnahme in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro für die Jahre 2027 und 2028. 

«Verlässliche Kitas, funktionierende Hilfesysteme, Pflegeangebote oder Beratungsstellen schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Menschen arbeiten, Familien entlastet werden und Regionen attraktiv bleiben», so Bauer weiter. Kürzungen im sozialen Bereich hätten deshalb langfristige Folgen – auch wirtschaftlich. «Gerade in Zeiten knapper Kassen kommt es darauf an, bewährte Strukturen zu sichern und ihre Erosion zu verhindern», betont Bauer. «Es hilft niemandem, neue Programme aufzulegen, während bestehende Angebote vor Ort wegbrechen.»

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