Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege mahnt mehr Geld für die Schuldnerberatung in Sachsen an. Man brauche eine bedarfsgerechte und kostendeckende Finanzierung, teilte die Liga mit. «Investitionen in Beratung schützen nicht nur Einzelne vor sozialem Absturz, sondern stärken den sozialen Frieden und die wirtschaftliche Stabilität in Sachsen.» Im Entwurf für den neuen Doppelhaushalt sei der angemeldete Zuwachs an Mitteln nicht berücksichtigt.
Lange Wartezeiten und weite Wege für Schuldnerberatung
Die Liga verwies auf die hohe Nachfrage und belegte das mit Zahlen von 2024. Damals erhielten mehr als 22.800 Menschen Unterstützung in 68 Schuldnerberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege. «Gleichzeitig zeigt sich ein erheblicher ungedeckter Bedarf: Über 8 Prozent der sächsischen Haushalte waren 2023 überschuldet, doch nur etwa 7 Prozent der betroffenen Haushalte konnten das Beratungsangebot tatsächlich nutzen. Lange Wartezeiten, weite Wege und fehlende Kapazitäten erschweren den Zugang erheblich.»