Das sächsische Kultusministerium geht Vorwürfen von Eltern nach: Bei einer Projektwoche an einer Oberschule soll pornografisches Material eingesetzt worden sein. Wie das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, steht das Landesamt für Schule und Bildung derzeit mit der Schule im Landkreis Görlitz in Kontakt, um den Sachverhalt zu klären.
Ein Sprecher der Schulaufsichtsbehörde sagte auf dpa-Anfrage, Schülerinnen und Schülern einer neunten Klasse sollen pornografische Materialien gezeigt worden sein. «Zwei Personen eines externen Theaterprojekts» hätten die Bilder während der Projektwoche im März mutmaßlich verwendet. Diese und weitere Vorwürfe werden nun gemeinsam mit der Schulleitung geprüft. Nach Beschwerden von Eltern habe die Schule die Projektwoche demnach gestoppt. Zuvor hatte die «Junge Freiheit» über den Vorfall berichtet.
Ob die Verantwortlichen mit ihrem Handeln gegen Vorgaben des sächsischen Schulgesetzes verstoßen haben, ist nun Gegenstand der Prüfung, teilte das Landesamt für Schule und Bildung mit. Mit dem sofortigen Stopp des Projekts habe die Schulleitung zunächst angemessen reagiert. Der Schulleiter wollte sich auf dpa-Anfrage nicht äußern und verwies an das Kultusministerium. Dem Medienbericht zufolge haben mehrere Eltern Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verbreitung pornografischer Inhalte an Unter-18-Jährige gestellt.