In der zunehmend angespannten finanziellen Lage haben die Kommunen in Sachsen ihre Investitionen in die Infrastruktur um fast ein Zehntel zurückgefahren. 390 Euro je Einwohner flossen im vergangenen Jahr in Baumaßnahmen der sächsischen Städte und Gemeinden, wie aus einer aktuellen Befragung von Kämmereien im Auftrag der Förderbank KfW hervorgeht. Das war ein Rückgang um 9,8 Prozent. Bundesweit stiegen die Ausgaben dagegen um 4,3 Prozent.
Kommunale Haushalte bleiben unter Druck
Die KfW sieht die kommunale Finanzlage weiterhin angespannt. Bundesweit bewerten 70 Prozent der Kämmereien ihre Situation als negativ. Die steigenden Ausgaben erschweren nach Einschätzung der Autoren dringend notwendige Investitionen in die kommunale Infrastruktur.
Während die kommunalen Einnahmen in Sachsen im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent leicht sanken, blieben die Ausgaben in etwa auf dem gleichen Niveau (plus 0,1 Prozent). Das Finanzierungsdefizit lag bei 265 Euro je Einwohner und fiel damit deutlich niedriger aus als im Bundesdurchschnitt von minus 413 Euro.