In den Reihen der sächsischen Polizei sind im vergangenen Jahr 15 neue Verdachtsfälle von Rechtsextremismus bekanntgeworden. Über neun davon hatte das Innenministerium bereits im Sommer 2025 berichtet, sechs weitere kamen im zweiten Halbjahr hinzu, wie einer Übersicht des Ministeriums zu entnehmen ist. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke) fragt regelmäßig im Parlament danach und fordert das Innenministerium auf, weiter transparent zu bleiben.
Linke pochen auf weitere Transparenz
Nach der jüngsten Anfrage mutmaßte Nagel, dass das Thema bei der Polizei keine Priorität mehr besitze. Denn von den bisher regelmäßigen Halbjahres-Berichten sei das Innenministerium abgedrückt, kritisierte die Abgeordnete. «Irritierend: Klammheimlich wurden auf der offiziellen Website sämtliche bisher veröffentlichten Berichte gelöscht. Das ist das Gegenteil der Transparenz, die im offiziellen Leitbild der sächsischen Polizei versprochen wird.»