Der Kassensturz der sächsischen Kommunen hat für 2025 einen Fehlbetrag von gut einer Milliarde Euro ergeben. Der Sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) sprach von einem «dramatischen Negativrekord». Damit sei das Defizit des Jahres 2024 (knapp 682 Millionen Euro) um mehr als 50 Prozent übertroffen. Höheren Einnahmen aus der Umsatzsteuer und Einkommenssteuer hätten Rückgänge aus der Gewerbesteuer nicht auffangen können.
Spitzenverband: Kommunen am Rand der Handlungsunfähigkeit
«Die Kassenstatistik zeigt schwarz auf weiß, wovor wir schon seit Jahren warnen. Die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen führt die Städte und Gemeinden an den Rand der Handlungsunfähigkeit», erklärte SSG-Präsident Bert Wendsche. Das Geld reiche vielerorts kaum noch für das Nötigste. «Investitionen werden verschoben, Infrastruktur verschleißt, freiwillige Leistungen verschwinden – die Finanzmisere ist längst im Alltag der Menschen angekommen.»