Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat für Verständnis geworben, dass sich die Bundesregierung zur Urheberschaft des mutmaßlichen Sprengstoffanschlags auf dem Flughafen Leipzig/Halle noch zurückhält. Seine Aufgabe sei es nicht, «Verdächtigungen auszusprechen, sondern meine Aufgabe ist es als Erstes, den Nachweis zu führen, den Beweis zu haben und dann übrigens auch die Konsequenzen überlegt zu haben und auch zur Anwendung bringen zu können», sagte er auf der Wartburg bei Eisenach während seiner Sommerreise. Hierzu werde er sich zu gegebener Zeit dann auch abstimmen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Außenminister Johann Wadephul (CDU).
Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem «schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland».