Die Führungsspitze der sächsischen SPD verbreitet trotz Unzufriedenheit im Land Zuversicht. «Deutschland hat allen Grund, selbstbewusst in die Zukunft zu schauen», sagte SPD-Chefin Kathrin Michel auf einem außerordentlichen Parteitag in Dresden. Man dürfe nicht den Schluss ziehen, dass Deutschland die besten Jahre schon hinter sich habe. «Das Gegenteil ist richtig. Gerade jetzt entscheidet sich, ob wir den Kopf in den Sand stecken oder die Zukunft gestalten.»
Parteichefin sieht Deutschland als «Land voller Möglichkeiten»
Michel zufolge ist Deutschland ein «Land voller Möglichkeiten». «Vielleicht schauen wir manchmal zu sehr auf die Leere des Glases. Und zu wenig auf die Früchte? Wir verfügen über hervorragende Unternehmen, engagierte Beschäftigte, leistungsstarke Forschung und eine starke Demokratie. Vor allem aber verfügen wir über Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen», verbreitete die Parteichefin Optimismus.
SPD will Sachsen auf Reformkurs bringen
Co-Vorsitzender Henning Homann ging mehr auf die Lage im Freistaat ein. «Wir bringen Sachsen auf Reformkurs», sagte er unter dem Beifall der 140 Delegierten. Ausführlich ging er auf die Bildungspolitik ein. Die Frage des Unterrichtsausfalls werde in den nächsten Jahren in der politischen Debatte abgelöst werden von der Frage: Wo haben wir eigentlich in diesem Land noch Schulen, betonte Homann. Schule sei mehr als eine Bildungseinrichtung, sondern ein Ort des Zusammenlebens in einer Kommune.
Homann zufolge ist ein längeres gemeinsames Lernen nicht nur die Antwort auf viele soziale Probleme in diesem Land, sondern auch eine Antwort für den Erhalt von Schulen gerade im ländlichen Raum. «Deshalb lasst uns noch mal neu angreifen in der Schulpolitik.» Neben Michel und Homann wollte auch noch Bundesumweltminister Carsten Schneider das Wort ergreifen.