Dresden steht vor einem weiteren massiven Brückenproblem. Nach Vollsperrung der maroden Brücke Budapester Straße, die auch über die Bahngleise unweit des Hauptbahnhofes führt, sollen nun Notpfeiler zur Abstützung installiert werden, sagte Simone Prüfer, Chefin des Straßen- und Tiefbauamtes der Landeshauptstadt. «Diese Maßnahmen werden uns auf jeden Fall zehn Jahre Zeit schenken, um über weitere Maßnahmen, über einen Ersatzneubau der Brücke nachzudenken.»
Kosten mehr als 100 Millionen Euro hoch
Nach Einschätzung von Brückenexperte Steffen Marx liegen die Kosten für einen Neubau der Brücke Budapester Straße in einer Größenordnung wie bei der 2024 teilweise eingestürzten und dann abgerissenen Carolabrücke. Sie soll ab Mai 2028 wieder aufgebaut werden und 140 Millionen Euro kosten. Da im neuerlichen Fall Bahngleise überbrückt werden müssten, sei das ein sehr komplexes Bauvorhaben mit Kosten jenseits der 100 Millionen Euro, betonte Marx. Die Kosten für die Abstützung bezifferte er auf einen «hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.»