Im vergangenen Jahr ging 1.262 Mal eine Erbschaft an den Freistaat Sachsen. Das passiert, wenn eine in Sachsen gemeldete Person ohne Angehörige oder Partner stirbt oder wenn diese das Erbe ausschlagen. Welche Werte fallen so dem Land zu? Lohnt es sich für den Staat, Erbe zu sein?
Was hat Sachsen 2025 mit Erbschaften eingenommen?
Voriges Jahr flossen durch sogenannte Fiskalerbschaften knapp 7,9 Millionen Euro an das Land. Das ist laut dem Zentralen Flächenmanagement (ZFM) etwas weniger als im Jahr zuvor, als es knapp 8,7 Millionen Euro waren.
Die Abwicklung ist jedoch kostspielig: Zusammen mit Personal- und Sachkosten musste Sachsen fast 5 Millionen Euro aufwenden. 22 Bedienstete bearbeiten die Fälle im Fachbereich Fiskalerbschaften.
Eine einfache Gewinnrechnung ist kaum möglich, teilte das ZFM mit. Oft bringen Erbschaften Verpflichtungen mit sich – etwa für den Unterhalt oder die Verkehrssicherung von Liegenschaften. Unterm Strich ist der Staat deshalb froh, wenn für ihn eine «schwarze Null» herauskommt.