Der fehlende Regen verdirbt Pilzsammlerinnen und -sammlern in diesem Sommer den Spaß. «Zu sagen: "Es gibt Pilze" wäre vermessen», sagte der Pilzsachverständige und Betreiber einer Pilzschule im Vogtland, Steffen Schmidt. Allerdings sei die Saison noch lange nicht zu Ende. Passendes Wetter im August, September und Oktober könnte den Pilzfans noch gut drei Monate lang volle Körbe bescheren.
Pilze mögen keine Hitze
Die Trockenheit sei in diesem Jahr nahezu deutschlandweit ein Problem. Lediglich das Erzgebirge sei zuletzt eine Enklave in Sachsen gewesen, in der sich noch Pilze finden ließen, berichtete Schmidt. Auch die große Hitze bekomme den Pilzen nicht. «Wenn sich ein Pilz aus dem Boden quält, ist er am nächsten Tag schon vertrocknet», sagte der Sachverständige.
Sehr ungünstig sei, dass es in diesem Jahr oft nur lokal begrenzte Niederschläge gegeben habe. «Früher hatten wir Landregen, heute sind es alles kleine begrenzte Regengebiete.» Das führe dazu, dass Pilzexperten womöglich an einer Stelle fündig werden könnten, während schon wenige Kilometer entfernt nichts zu holen sein.