Aktivisten der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion (XR) Dresden machen sich weiter für eine Verkehrswende stark. Am Donnerstagvormittag blockierten sie viermal sieben Minuten lang eine vielbefahrene Kreuzung am Rande der Innenstadt - nur die Fahrradspuren blieben frei. An der Aktion beteiligten sich 18 Frauen und Männer. Organisator Christian Bläul (44) verteilte an die wartenden Autofahrer Handzettel und versuchte, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Bläul ist Physiker und der führende Kopf von Extinction Rebellion in Dresden.
Aktivisten verweisen auf Luftverschmutzung und Verkehrslärm
Die Aktivisten verweisen auf die gesundheitlichen und klimatischen Folgen des Individualverkehrs mit dem Auto. «Luftverschmutzung, Verkehrslärm, Hitzeinseln und Flächenversiegelung belasten besonders Menschen in dicht besiedelten Städten. Frauen sind dabei häufig stärker von Gesundheitsfolgen betroffen, weil sie im Alltag häufiger zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind und dadurch stärker Verkehrslärm und Luftverschmutzung ausgesetzt sein können.»
Klimakrise lässt sich gemeinsam meistern
«Von Menschen erzeugtes CO₂ sorgt für gewaltige zusätzliche Energiemengen, gemessen in Zettajoule. Diese Energie verschwindet nicht. Sie heizt Ozeane, Städte und Wetterextreme auf», argumentierte Bläul. Wer heute sichere Radwege, einen guten öffentlichen Nahverkehr und weniger Autoverkehr fordere, kämpfe für Gesundheit, Sicherheit und eine lebenswerte Zukunft. «Ich bin sicher, dass wir die Klimakrise meistern können: gemeinsam.»