Der frühere Radprofi Markus Weinberg ist im hohen Norden zu seiner Radtour durch Europa aufgebrochen und hat die ersten 60 Kilometer zurückgelegt. Die Resonanz auf den «European Connection Trail» sei groß, er habe beim Start im norwegisch-russischen Grenzort Grense Jakobselv auch deutsche Touristen getroffen, sagte der 41-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem kurzen Bad in der kalten Barentssee sei er gestartet und auf der ersten Etappe bis Kirkenes gefahren.
Sportbegeisterte Menschen können Weinberg begleiten
Die ersten vier Etappen hat Weinberg als eine Art Warmlaufen geplant. Dabei will er lediglich etwa 60 Kilometer absolvieren. Ab der 5. Etappe geht es dann zur Sache, dann muss er täglich im Schnitt 165 Kilometer schaffen. Weinberg freut sich darauf, wenn sportbegeisterte Menschen ihn auf einer Tagestour über 10, 50 oder auch 100 Kilometer begleiten. Zwei «Etappenziele» hat er fest im Blick. Nach einer Einladung ins Europäische Parlament will er auch Halt in Straßburg machen. Ein weiterer Stopp ist beim Europäischen Mountainbike-Kongress Mitte September im spanischen Boltaña geplant.
Tour durch 14 Länder Europas
Bis zum Ziel in Südeuropa möchte Weinberg 14 Länder durchqueren und dabei 80.000 Höhenmeter meistern. Touristische Hotspots will er meiden und lieber auf weniger frequentierten Straßen unterwegs sein. Die Idee für die Tour kam ihm, als er vor drei Jahren mit Gravelbike und Zelt durch die abgeschiedene Natur Kanadas und durch die USA bis nach Mexiko fuhr. 2019 hatte der Brite Andy Cox einen «European Divide Trail» durch neun Länder geprägt. Statt «Divide» setzt Weinberg bewusst auf «Connection».
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