Das Deutsche Hygiene Museum in Dresden verwandelt sich in einen Schönheitssalon der besonderen Art. Am Samstag wird der letzte Saal der Dauerausstellung «Abenteuer Mensch» mit einer neuen Konzeption eröffnet. Bis Anfang 2025 waren dort unter dem Titel «Schönheit, Haut und Haar» historische Exponate aus der Sammlung Schwarzkopf ausgestellt. Das neu entstandene Studio widmet sich nun aktuellen Aspekten der Schönheit und bezieht dabei die Gedanken von mehr als 100 Menschen ein. Motto der Präsentation: «Bin ich schön!»
Museum möchte mit Ausstellung auch Lücken im Bestand füllen
«Schönheit ist eine alltägliche, aber niemals banale Dimension des Menschseins – und genau darin liegt ihr Reiz für ein breites Publikum», teilte das Hygiene-Museum mit. Mit der Ausstellung sollen zugleich Lücken im eigenen Bestand geschlossen und gewissermaßen Schönheitsfehler bisheriger Präsentationen korrigiert werden. «Wir denken jetzt schon darüber nach, welche Objekte für die Zukunft wichtig sind und möchten die Geschichten dazu bewahren», berichtet Kuratorin Marcella Lagalante. Dabei setze man auf Qualität statt auf Quantität.
Die Schau gliedert sich in vier Bereiche, die jeweils neu gesammelte Objekte und Geschichten von Leuten aus Dresden und Umgebung präsentieren und mit den historischen Exponaten verbinden. Im Kapitel «Vor dem Spiegel» geht es um alltägliche Schönheitsroutinen. «Gegen Schönheit» behandelt den Widerstand gegen das vorherrschende Schönheitsideal eines schlanken, jungen, weißen und gesunden Körpers. «Durch den Filter» widmet sich der Frage, wie Social Media das Bild von der Schönheit verändert. Das Kapitel «Ware Schönheit» dreht sich um den Konsum von Schönheitsprodukten.