Es geht um mehr als ein gebrochenes Herz oder darum, die Nase mal voll zu haben: Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden widmet sich in einer neuen Ausstellung einer Volkskrankheit: psychischen Problemen. Die Schau «Wie geht's?» soll Gäste für Erkrankungen sensibilisieren, die bei vielen nicht offen zutage treten, aber immer mehr um sich greifen.
Jeder vierte bekommt im Laufe seines Lebens psychische Probleme
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben etwa eine Milliarde
Menschen auf der Erde psychische Probleme, in Deutschland erkrankt jeder
Vierte im Laufe seines Lebens daran. Die meisten erwischt es schon in der Jugend, auch wenn sie erst im Erwachsenenalter Hilfe suchen.
Die frühe «Anfälligkeit» hat durchaus etwas mit Geld zu tun. In Familien mit einem niedrigen Einkommen weisen 23,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten auf. Bei mittleren Einkommen liegt der Anteil bei 16,2 Prozent, bei hohen Einkommen sind es nur 9,2 Prozent. In Ostdeutschland sind wohl auch deshalb die Fallzahlen höher als im Westen.