Grünen-Politiker Wolfram Günther hat der sächsischen Regierung erhebliche Versäumnisse im Naturschutz vorgeworfen. Sie baue Umweltstandards ab, schwäche die Beteiligung und greife zentrale Naturschutzstrukturen an, sagte er in einer Landtagsdebatte in Dresden.
Standards geschleift, Mitsprache beschnitten
«Natur wird zerstört, Standards werden geschleift, Mitsprache wird beschnitten – und die Kosten werden den Bürgerinnen und Bürgern aufgebürdet oder in die Zukunft verschoben. Das ist kein Einzelfall, sondern ein politisches Muster», erklärte der frühere Umweltminister.
Dabei seien gesunde Lebensgrundlagen die Voraussetzung für ein gutes Leben und eine starke Wirtschaft, so Günther. «Sachsen braucht eine starke Natur, starke Beteiligung und eine klare Strategie für resiliente Landwirtschaft und sichere Versorgung.»