Wer ein Tier aus der Wildnis stiehlt, reißt es aus seinem Lebensraum. Oft verlieren diese Tiere auch den Bezug zu ihrer ursprünglichen Herkunft. Genau das passiert vielen Pantherschildkröten in Südafrika. Sie werden illegal gefangen, gehandelt, weitergegeben und landen schließlich in Auffangstationen, weit entfernt von dem Ort, an dem sie zur Welt kamen. Eine Forscherin der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden hat nun einen Ansatz entwickelt, ihnen die Heimat zurückzugeben, mit Hilfe von DNA.
Dr. Melita Vamberger hat gemeinsam mit dem südafrikanischen Wissenschaftler Dr. Adrian J. Armstrong eine genetische Referenzdatenbank für Pantherschildkröten aufgebaut und erweitert. Eine solche Datenbank funktioniert ähnlich wie ein genetischer Fingerabdruck. Sie speichert die typischen Erbgutmerkmale von Tieren aus bestimmten Regionen. Wird eine beschlagnahmte Schildkröte untersucht, lässt sich ihr genetisches Profil mit den gespeicherten Daten abgleichen und so ihre Herkunftsregion bestimmen.