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BUND warnt vor Benachteiligung kleiner Photovoltaik-Anlagen

BUND warnt vor Benachteiligung kleiner Photovoltaik-Anlagen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat vor einer Benachteiligung kleiner Photovoltaik-Anlagen gewarnt (Archivbild). / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News
Bürger mit kleinen Photovoltaik-Anlagen dürfen nach Ansicht des BUND im wahrsten Sinne des Wortes nicht den Anschluss verlieren. Auch kleine Erzeuger sollten als Teil der Energiewende gestärkt werden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor einer Benachteiligung kleiner Projekte der erneuerbaren Energien. «Eine Energiewende, die vor allem auf wenige große Akteure setzt, verkennt die Stärke unseres dezentralen Energiesystems. Bürgerenergie schafft regionale Wertschöpfung, stärkt das Handwerk und den Mittelstand, erhöht die Akzeptanz vor Ort und macht unsere Energieversorgung unabhängiger und widerstandsfähiger», erklärte der sächsische BUND-Chef Felix Ekardt. 

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«Bürgerenergie» soll nicht ins Hintertreffen geraten

Hintergrund sind Äußerungen des sächsischen Wirtschaftsstaatssekretärs Sebastian Scheel zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Er spricht sich dafür aus, Netzanschlüsse künftig vorrangig Projekten mit hoher industrieller Wertschöpfung zur Verfügung zu stellen. Der BUND befürchtet, dass so «Bürgerenergie» und kleinere Projekte ins Hintertreffen geraten. Gerade sie seien jedoch ein wesentlicher Motor der Energiewende und verdienten verlässliche Rahmenbedingungen, hieß es. 

BUND: Erfolgsgeschichte nicht gefährden

Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger hätten in den vergangenen Jahren mit kleinen Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern, Energiegenossenschaften und kommunalen Projekten den Ausbau der erneuerbaren Energien maßgeblich vorangebracht, argumentiert der BUND. «Diese Erfolgsgeschichte darf jetzt nicht gefährdet werden.» Man brauche verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. «Netzengpässe dürfen nicht dazu führen, Bürgerenergie auszubremsen», betonte Ekardt.

Mangel bei Kapazitäten für Netzanschlüsse

«Die Netzbetreiber werden inzwischen mit Anschlussbegehren förmlich überschwemmt. Deshalb ist es an der Zeit, eine am tatsächlichen Bedarf orientierte Priorisierung von Netzanschlusskapazitäten im Bundesrecht zu verankern», hatte Scheel vor einigen Tagen erklärt. Das bisherige Prinzip, das jedem Geschäftsmodell einen Rechtsanspruch auf einen Anschluss einräumt, werde den Anforderungen einer modernen Energie- und Industriepolitik nicht gerecht.

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