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Sachsens Export schwächelt: USA-Zölle drücken Milliarden-Geschäft

Sachsens Export schwächelt: USA-Zölle drücken Milliarden-Geschäft
Die sächsische Wirtschaftsförderung hat im Vorjahr 18 Neuansiedlungen und Erweiterungen betreut (Archivbild). / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Sachsens Exporte sind im vergangenen Jahr leicht gesunken. Die USA machen Sorge, bleiben aber wichtigster Abnehmer für Produkte aus dem Freistaat.

Der sächsische Außenhandel hat sich 2025 als robust gezeigt. So sagte es Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) bei der Vorstellung der Bilanz in Dresden. Der Export sei im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zurückgegangen und habe insgesamt 50,6 Milliarden Euro erreicht. Wichtigster Exportmarkt waren die USA mit 4,8 Milliarden Euro, vor China (4,5 Milliarden Euro) und Großbritannien (4,2 Milliarden Euro). Gegenüber 2024 sanken die Exporte in die USA aufgrund der US-amerikanischen Zollpolitik um sechs Prozent.

Europa bleibt mit einem Anteil von 63 Prozent der wichtigste Absatzmarkt für Waren aus Sachsen. Polen und Tschechien gehören weiterhin zu den Top 5 der sächsischen Handelspartner. Die Importe beliefen sich auf 39 Milliarden Euro, was einem Plus von 12 Prozent entspricht.

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Panter kritisiert «Zölle als Daumenschrauben»

«Mit Zöllen als Daumenschrauben und Überkapazitäten in Schlüsselsektoren wie der Photovoltaik und Elektromobilität erleben wir gegenwärtig eine fundamentale Transformation der globalen Spielregeln», betonte Panter. Neuer Nationalismus und ein vermeintliches Recht des Stärkeren bedrohten die freien Märkte. Sachsen vernetze sich mit Partnern im EU-Markt, aber auch in Zentralasien, Indien, Japan oder Taiwan. Das eröffne sächsischen Unternehmen neue Märkte und minimiere Abhängigkeiten.

Persönliches Vertrauen als Währung

Panter zufolge geht darum, auf Unternehmerreisen persönliches Vertrauen aufzubauen. «Das erweist sich in einer Welt der Beziehungswirtschaft als einzige Währung, die gegen Erpressung schützt.» Man lebe in Zeiten der Unsicherheit – außenwirtschaftlich, aber auch in Sachsen selbst. «Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Krisensituation.» Deshalb sei man dabei, Dinge zu verändern sowie sich zu hinterfragen.

Wirtschaftsförderung betreut 18 Neuansiedlungen und Erweiterungen

Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) hat im Vorjahr 18 (2024: 19) Neuansiedlungen und Firmenerweiterungen betreut – in einem unverändert schwierigen Umfeld, wie WFS-Chef Thomas Horn bilanzierte. Dahinter stehe ein Investitionsvolumen von rund 211 Millionen Euro. Damit habe man 868 Arbeitsplätze schaffen oder sichern können. Die Projekte verteilten sich über ganz Sachsen. Die Investoren kommen hauptsächlich aus Deutschland, den Niederlanden, Finnland, der Schweiz, Japan, Taiwan und den USA.

«Besonders erfreulich ist, dass sich mehrere Unternehmen für Sachsen als Zentrale für den Start ihrer europäischen Aktivitäten entschieden haben», sagte Horn. Das zeige, welche wichtige Schlüsselposition die Region Silicon Saxony im weltweiten Wettbewerb mittlerweile habe. Ein wichtiger Baustein für den Wirtschaftsstandort seien zudem neue Investitionen von Unternehmen, die bereits in Sachsen ansässig sind. Sie stünden zu selten im Fokus.

Bei Zukunftsthemen sieht Panter Sachsen als Wirtschaftsstandort gut aufgestellt. «Die Mikroelektronikregion Dresden steht mit Investitionen von ESMC, Infineon und Globalfoundries für eine industrielle Zukunft Europas. 25 Jahre Biotechnologie-Offensive zahlen sich ebenfalls aus.» Diese Branche sei inzwischen ein Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung in Sachsen. Ein zukunftsträchtiges Feld sieht Panter in der Rüstungsindustrie: «Die ostdeutschen Länder profitieren bislang nur wenig von den wirtschaftlichen Effekten der Rüstungsinvestitionen - das muss sich ändern.»

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