Zahl der Führerschein-Betrugsversuche in Sachsen rückläufig
Bundesweit nimmt die Zahl der Täuschungsversuche bei theoretischen Führerscheinprüfungen zu – in Sachsen ist sie im vergangenen Jahr allerdings leicht gesunken. Dort wurden 80 Fälle aufgedeckt, im Vorjahr waren es 88, wie aus Zahlen des TÜV-Verbands hervorgeht. Die meisten Täuschungsversuche wurden in Nordrhein-Westfalen registriert (1.378), danach folgen Berlin (497) und Bayern (449). In ganz Deutschland wurden 4.239 solcher Betrugsfälle erfasst. Damit bleibt Prüfungsbetrug nach deutlichen Zuwächsen in den Vorjahren ein Thema (2024: 4.198; 2023: 3.759 Fälle). «Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert», sagte Fani Zaneta vom TÜV-Verband. Gleichzeitig gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, weil nur ein Teil der Täuschungen entdeckt werde. Bemerkenswert ist der Einsatz technischer Hilfsmittel: In mehr als jedem dritten Fall in Deutschland (36 Prozent) kamen laut den Angaben etwa Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz. Auch Doppelgänger sind keine Seltenheit: In weiteren Fällen absolvierten sogenannte Stellvertreter die Prüfung. Insgesamt sei inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert, so der TÜV-Verband. Oft seien weitere Personen beteiligt, die den Prüfling «technisch unterstützen, aus der Ferne Lösungen übermitteln oder sich als Fahrschüler ausgeben», sagte Zaneta. Dafür brauche es auch entsprechendes technisches Know-how, um bestimmte Betrugsmaschen umsetzen zu können. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHightech trifft auf alte Schule