Der befürchtete große Rechtsruck bei der Betriebsratswahl im Zwickauer Volkswagen-Werk ist ausgeblieben. Die IG Metall erhielt zwar weniger Stimmen als vor einem Jahr, holte aber trotzdem mehr als 81 Prozent, wie aus einer Mitteilung der Gewerkschaft hervorgeht. Das als AfD-nah geltende «Bündnis freie Betriebsräte» kam auf 11,5 Prozent, die Liste 1 «Die Andere Liste» auf gut 7,3 Prozent. Etwa 8.200 Mitarbeiter waren zur Wahl ihrer neuen Mitarbeitervertretung aufgerufen.
«Mit diesem Rückhalt gehen wir als Team IG Metall gestärkt und selbstbewusst in die bevorstehenden Auseinandersetzungen um die Zukunft des Standortes – und damit der gesamten Automobilregion», erklärte der erste Bevollmächtigte der IG Metall Zwickau, Thomas Knabel. «Der im Vorfeld vielfach vermutete Rechtsruck hat sich als medialer Scheinriese erwiesen. Diese Belegschaft weiß sehr genau, wer für ihre Interessen einsteht und wer nicht – auch das zeigt das eindeutige Ergebnis.»