Wegen der Kürzungspläne der Bundesregierung droht für mehr als 30.000 Haushalte in Sachsen das Wohngeld wegzufallen. In Sachsen erhielten zum 31. Dezember 2025 rund 97.500 Haushalte die staatliche Leistung, wie aus der Antwort des Landesentwicklungsministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Juliane Nagel (Linke) hervorgeht.
Ab 2029 sollen nur noch 65.000 Haushalte Wohngeld bekommen
Demnach will die Bundesregierung den Kreis der wohngeldberechtigten Haushalte um etwa ein Drittel verringern. Rund 65.000 Haushalte würden in Sachsen weiterhin Wohngeld bekommen. Durch eine Übergangsregelung soll sich die Änderung laut Ministerium 2029 auswirken. Einige Haushalte könnten in die Grundsicherung wechseln.
Die Kürzungen würden besonders Alleinerziehende, Familien mit Kindern, Rentnerinnen und Rentner sowie junge Menschen in Ausbildung treffen, kritisiert Nagel laut einer Mitteilung. Sie müssten immer größere Teile des Einkommens für die Miete samt Nebenkosten aufwenden. «Die Kürzungspläne der Bundesregierung müssen verhindert werden. Dazu ist auch die Stimme Sachsens notwendig.»