Die Bundesregierung sieht die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie als strategisches Forschungsfeld der Hochtechnologie. «Hier entstehen viele Innovationen, die wir aus unserem Alltag nicht mehr wegdenken können und die gleichzeitig essenziell für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum sind», sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) in einem Grußwort an den Tag der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen, der in diesem Jahr in Dresden stattfand.
Thüringen und Sachsen beim diesjährigen Branchentreffen im Fokus
Der 19. Tag der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen rückte am Donnerstag Sachsen und Thüringen in den Mittelpunkt. Gut 380 Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Forschung kamen auf der Galerieebene des Flughafens Dresden zusammen, um sich über Entwicklungen und Perspektiven der Branche auszutauschen. Die Veranstaltung wurde vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) gemeinsam mit dem Luft- und Raumfahrtnetzwerk Sachsen/Thüringen (LRT) ausgerichtet.
Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) verwies auf das Gewicht der Branche im Freistaat. Mit rund 7.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro sei hier ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des BDLI, hält die Vernetzung der Unternehmen für entscheidend, damit Deutschland seine Spitzenposition behaupten kann. In einer Ausstellung präsentierten mehr als 40 Unternehmen ihre Produkte und Technologien.
Der BDLI vertritt die Interessen von mehr als 260 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 120.000 direkt Beschäftigten und einem Jahresgesamtumsatz von etwa 52 Milliarden Euro.
Am Rande der Veranstaltung wurde bekannt, dass sächsische Unternehmen einen eigenen Kleinsatelliten ins Weltall schicken wollen - als Beleg für die eigene Leistungsfähigkeit. Für die Entwicklung brauche man etwa fünf Millionen Euro, sagte LRT-Vorstand Wolfgang Göhler der «Sächsischen Zeitung».
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