Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in fast allen Arztpraxen in Sachsen mittlerweile Alltag. Rund 95 Prozent der 6.246 Praxen im Freistaat nutzen sie nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) inzwischen. Ende September waren es demnach noch 86 Prozent. «Aktuell bedeutet die Nutzung der ePA für Ärztinnen und Ärzte jedoch auch noch viel Aufwand bei verhältnismäßig zu wenig Erkenntnisgewinn», hieß es.
Zwar berichteten Ärztinnen und Ärzte von Verbesserungen bei der Diagnosestellung oder der Vermeidung doppelter Untersuchungen. Gleichzeitig beklagten sie einen Mehraufwand durch technische Probleme und die vielen Laborbefunden, die in die ePA eingepflegt werden müssten. Die Integration der ePA in die Praxisverwaltungssysteme müsse zudem ausgebaut werden. Noch immer fehlten bestimmte Verordnungen, die nicht als E-Rezept verschrieben werden könnten.