Sachsen will stärker in der Weltraumforschung punkten. In der Lausitz entsteht dazu das Deutsche Zentrum für Astrophysik - und die Region ist als Standort für das neue Einstein-Teleskop im Gespräch. Auch über einen sächsischen Satelliten namens Saxon-1 wird nachgedacht. Doch wie ist es um die Astronomie an den Schulen bestellt? Denn als eigenes Unterrichtsfach wird das Wissen über die Welt der Sterne und Planeten schon seit Jahren nicht mehr gelehrt.
Wie weit ist es bis zum Horizont? Die wenigsten Leute wissen darauf eine Antwort, erklärt Thomas Weisbach. Für den langjährigen Leiter des Chemnitzer Schulplanetariums ist die Antwort einfach: «Wir können nur rund fünf Kilometer weit schauen.»
Der Mathe- und Physiklehrer kann sein astronomisches Wissen seit kurzem wieder weitergeben, nachdem das Planetarium fast ein Jahr lang wegen Lehrermangels geschlossen war. Das Wissen über Galaxien, Jahreszeiten und Himmelskörper ist an Sachsens Schulen auf unterschiedliche Klassenstufen und Fächer verteilt, wie Weisbach erläutert. Das Fach Astronomie selbst gibt es seit 2007 nicht mehr.