Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat dem vor Jahresfrist aufgelegten Maßnahmenpaket des Kultusministeriums gegen den Lehrermangel eine schlechte Note erteilt. «Das Paket hat weder den Lehrkräftemangel gelöst noch die Arbeitsbedingungen an den Schulen im Freistaat verbessert», konstatierte die Gewerkschaft in Leipzig. Statt nachhaltiger Lösungen seien Mehrbelastung, Qualitätsverluste und zunehmende Frustration unter den Beschäftigten die Folge.
«Schon die Art und Weise, wie das Maßnahmenpaket vor einem Jahr verkündet wurde, war ein schwerer Fehler. Die Gewerkschaften und die Expertinnen und Experten aus der schulischen Praxis wurden nicht ernsthaft einbezogen», betonte GEW-Chefin Claudia Maaß. Wer Bildungspolitik ohne die Menschen an den Schulen mache, produziert vielleicht regionale Effekte, aber sicher keine grundsätzlichen Lösungen.